Jeder fünfte TV-Zuschauer schaltete «Blackout» ein

Die SRF-Marathonsendung «Blackout» hat im Schnitt knapp 20 Prozent der TV-Zuschauer erreicht.

Tagesschau-Moderator Franz Fischlin wird im fiktionalen Dokumentarfilm «Blackout» zur Stimme der Krise.

Tagesschau-Moderator Franz Fischlin wird im fiktionalen Dokumentarfilm «Blackout» zur Stimme der Krise. Bild: Screenshot SRF

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Es war ein ambitioniertes Projekt: In einer neunstündigen Sendung simulierte SRF am Berchtoldstag einen mehrtägigen Total-Stromausfall in Europa. Die Zuschauerreaktionen auf den sogenannten Thementag mit dem Titel «Blackout» sind mehrheitlich positiv.

Jetzt ist auch bekannt, wie das Experiment in nackten Zahlen angekommen ist: Im Schnitt verfolgten 179'000 der über 3-jährigen TV-Zuschauer den Thementag am Bildschirm, was einem Marktanteil von 18,6 Prozent entspricht. Für eine derart lange Sendung ist das ein solider Wert. Die 18-Uhr-«Tagesschau» erreicht normalerweise ungefähr gleich viele Zuschauer.

Zu Spitzenzeiten schauten bis zu 456'000 Personen «Blackout». Und selbst in der traditionell toten TV-Zeit nachmittags um 15.30 Uhr blieben über 100'000 Zuschauer dabei.

Projektleiterin Nathalie Rufer ist zufrieden. «Die Sendung hat über die ganze Dauer ohne grössere Panne funktioniert», sagt sie. SRF habe mit dem Thementag eine Debatte ausgelöst. Die Info-Hotline sei rege genutzt worden, die Experten-Chats ebenso. Auch über die sozialen Medien habe es viele Reaktionen gegeben. Rufer: «Wir haben das Ziel erreicht, die Zuschauer für einen möglichen Stromausfall zu sensibilisieren.»

Auf der SRF-Homepage lassen sich die Videos der fiktionalen Dokumentation nachsehen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.01.2017, 15:45 Uhr

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