Maurer will Sturmgewehre für Grenzwächter

Nach den Terroranschlägen in Europa rüstet die Polizei auf. Was macht das Grenzwachtkorps? Ueli Maurer gibt Antwort.

Die Sturmgewehre könnten aus Armeebeständen kommen: Ueli Maurer schüttelt einem Grenzwächter in Chiasso die Hand. (22. April 2016)

Die Sturmgewehre könnten aus Armeebeständen kommen: Ueli Maurer schüttelt einem Grenzwächter in Chiasso die Hand. (22. April 2016) Bild: Keystone

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Wegen der Terrorgefahr rüsten die Polizeikorps auf. Angesichts der Bedrohungslage sollen nun auch die Grenzwächter mit Sturmgewehren bewaffnet werden.

Das gab Finanzminister Ueli Maurer am Montag in einer schriftlichen Antwort auf eine Frage aus der Fragestunde des Nationalrats bekannt. Die Eidgenössische Zollverwaltung habe ein Projekt zur Beschaffung einer Langwaffe für das Grenzwachtkorps lanciert. Die Sturmgewehre könnten aus Armeebeständen kommen.

9mm-Pistole oft wirkungslos

Heute sind die Grenzwächter wie die meisten Polizisten mit einer 9-mm-Pistole und einer automatischen Maschinenpistole gleichen Kalibers ausgerüstet. Diese Waffen sind nur auf kurze Distanz einsetzbar und weitgehend wirkungslos gegen Angreifer, die Schutzwesten tragen.

Ende November war bekannt geworden, dass die Kantonspolizei Bern Sturmgewehre bestellt hat. Laut Kommandant Stefan Blättler geht es um gleich lange Spiesse mit der professionell bewaffneten Gegenseite. Die Aargauer Polizei hatte Anfang Jahr unmittelbar nach den Anschlägen von Paris reagiert.

Chancenlos gegen Kriegswaffen?

Dort waren unter anderem Kalaschnikow-Sturmgewehre zum Einsatz gekommen. Gegen die Bedrohung durch solche Kriegswaffen seien die Grenzwächter chancenlos, stellte Pierre-Alain Fridez (SP/JU) fest. Er wollte daher von Maurer wissen, was der Bundesrat zu unternehmen gedenke. (woz/sda)

Erstellt: 12.12.2016, 19:25 Uhr

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