Bern

Das ist der neue Berner Stadtrat

BernAuch bei den Berner Stadtratswahlen geht die Linke gestärkt hervor. Die BDP ist die grösste Verliererin. Sie verliert 4 ihrer 7 Sitze. Die Juso kommt von 0 auf 2 Sitze.

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Im Berner Stadtrat kommt es gesamthaft nur zu kleineren Veränderungen. Grösste Gewinnerin ist die Juso, die aus dem Stand den Sprung ins Parlament gleich doppelt geschafft hat. In der neuen Legislatur ist die Juso mit zwei Sitzen im Parlament vertreten, einen besetzt die nationale Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Ebenfalls zugelegt haben am linken Rand die Alternative Linke sowie die Junge Alternative mit je einem Sitz mehr.

Nach der Schlappe bei den Gemeinderatswahlen gab es für die FDP immerhin bei den Stadtratswahlen einen Grund zur Freude: die Freisinnigen konnten einen Sitz gewinnen und halten jetzt 9 Sitze im Stadtrat. Neu dabei sind auch Claudine Esseiva und Thomas Berger. Neu ist auch die Junge GLP im Parlament vertreten, Maurice Lindgren wurde gewählt.

BDP verliert 4 Sitze

Die grösste Verliererin ist die BDP. Sie verlor 4 ihrer ehemaligen 7 Sitze. Abgewählt wurde unter anderem BDP-Präsident Hans Kupferschmid. Die SP hat einen Sitz verloren, liegt aber immer noch bei komfortablen 22 Sitzen. Die SVP hat einen Sitz verloren und liegt neu bei 9 Sitzen.

Prominente Abgewählte

Zu den prominentesten Abgewählten gehören bei der SVP der Fraktionspräsident Roland Jakob und der ehemalige Parteipräsident Hans Ulrich Gränicher. Auch die bisherigen Stadträte Manfred Blaser und Roger Mischler schafften es nicht.

Die Sitzverteilung im neuen Berner Stadtrat:
SP 22 (-1),
SVP 9 (-1),
Grünes Bündnis 9 (-),
FDP 9 ( 1),
GFL 8 (-),
Grünliberale 7 (-),
BDP 3 (-4),
CVP 2 (-),
EVP 2 (-),
JA! 2 ( 1),
JUSO 2 ( 2),
AL 2 ( 1),
GPB-DA 1 (-),
PdA 1 (-),
jglp 1 ( 1).

Den Einzug ins Parlament verpasst haben Jungfreisinnige, Schweizer Demokraten, EDU und Mir si Bärn.

Freude und Ratlosigkeit

Erfreut reagierte Tamara Funiciello, neugewählte Stadträtin und Präsidentin der JUSO Schweiz. Überrascht sei sie allerdings nicht vom Wahlerfolg, sagte die Jungpolitikerin. «Es ist das Ergebnis von konsequent linker Politik und einem guten Wahlkampf.»

Ganz anders die Gefühlslage bei BDP-Fraktionschef Philip Kohli. Er hatte auf die Schnelle keine Erklärung für das Debakel seiner Partei. Zwar habe er mit dem Verlust von 1-2 Sitzen gerechnet. Doch «eine solche Wahlschlappe hatte ich nicht auf dem Radar».

Hier finden Sie alle Stadtratskandidatinnen und -kandidaten und deren Anzahl Stimmen. (rah/tma/sda)

Erstellt: 28.11.2016, 02:23 Uhr

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