Köniz

Bier im Jugendtreff

KönizDie Jugendarbeit verkauft im Treff Niederwangen versuchsweise Alkohol. Dies entspreche dem Bedürfnis der Jugendlichen.

An drei Anlässen im Jugendtreff Malibu in Niederwangen verkauft die Jugendarbeit Köniz versuchsweise Alkohol.

An drei Anlässen im Jugendtreff Malibu in Niederwangen verkauft die Jugendarbeit Köniz versuchsweise Alkohol. Bild: Keystone

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Die Jugendarbeit Köniz macht einen Test. An drei Anlässen im Jugendtreff Malibu in Niederwangen verkauft sie versuchsweise Alkohol. «Die Jugend­lichen haben an manchen An­lässen das Bedürfnis, ein Bier zu trinken», sagt Andreas Wyss, Leiter der Fachstelle Prävention, Kinder- und Jugendarbeit. «Dem kommen wir gerne entgegen.» Die Gemeinde will damit explizit jenen jungen Erwachsenen etwas bieten, die ihre Freizeit nicht «in Clubs und an Events in Bern verbringen» wollen.

Der Versuch läuft am 21. Januar, 4. Februar und 25. März. An diesen drei Samstagabenden ­treten im Malibu Bands auf. Die Besucher können Bier trinken, Wein wird nicht ausgeschenkt. Das Bier kostet doppelt so viel wie Mineralwasser. «Wir werden darauf achten, dass wir die Bestimmungen einhalten», sagt Wyss. Das heisst etwa, dass angetrunkenen Personen kein Alkohol mehr ausgeschenkt wird.

Nach dem Test wird die Jugendarbeit die Anlässe auswerten und einen Bericht verfassen. «Es ist wichtig, dass die Anlässe gut ankommen und dass es keine Betrunkenen und Reklamationen von Anwohnern gibt.» Letztlich wird der Könizer Gemeinderat entscheiden, ob es danach regelmässig Anlässe mit Alkohol für über 16-Jährige gibt.

Der Alkoholausschank ist für die Könizer Jugendarbeit keine Premiere. Bis 2009 wurde im Jugendtreff Schliern Alkohol verkauft. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht. Es habe aber auch Reklamationen von Anwohnern und Probleme mit alkoholisierten Jugendlichen geben. Seither ist Alkohol an allen Anlässen und Aktivitäten der Jugendarbeit verboten. Auch mitgebrachter Alkohol wird nicht toleriert. «Die Durchsetzung ist allerdings nicht immer einfach», sagt Wyss.

Für ihn ist der Alkoholausschank denn auch eine «Gratwanderung: Die Jugendarbeit Köniz setze auf die Mitbestimmung der Jugendlichen und wolle ihnen etwas bieten. «Wir wollen sie aber nicht zum Trinken animieren.» (rei)

Erstellt: 11.01.2017, 07:11 Uhr

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