Gümligen

Die Ballsporthalle kann jetzt gebaut werden

GümligenEigentlich sollte die neue Ballsporthalle des BSV Bern Muri seit dem Herbst stehen. Jetzt geht es vorwärts mit dem umstrittenen Projekt: Die Kritiker geben auf, im ­Februar ist der Spatenstich.

Die neue Halle im Modell.

Die neue Halle im Modell. Bild: zvg

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Die Verfahren haben satte zwei Jahre gedauert. Nach der, wenn auch ziemlich knapp, gewonnenen Volksabstimmung im Herbst 2014 waren die Promotoren der Stiftung Jugendförderung Berner Handball davon ausgegangen, den Bau der neuen Ballsporthalle Gümligen umgehend anpacken zu können.

Doch sie haben sich getäuscht. Die Kritiker wählten den Gang durch die Instanzen, bekämpften das Geschäft auf verschiedenen Ebenen. Mal riefen sie den Statthalter an, dann das Verwaltungsgericht, auch die kantonale Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion musste einen Entscheid fällen – dass sie Niederlage um Niederlage einsteckten, hielt sie nicht von weiteren Schritten ab.

Bis jetzt, da das Statthalteramt im neusten Verfahren die Bau­bewilligung ausgestellt und mit Katharina Stäheli die letzte übrig ­gebliebene Einsprecherin die Segel gestrichen hat. Sie wolle weder Kraft noch Geld in weitere ­juristische Schritte stecken, begründet Stäheli ihr Einlenken.

Um mit kritischem Unterton anzufügen: Dass die Handballer für die Anlässe in der neuen Halle auch auf die Parkplätze des nahen Einkaufszentrums von Migros und Coop ausweichen würden, sei mehr als unschön. Weil so Verkehr entstehe, der vom Fahrtenkontingent, wie es für die Überbauung gelte, nicht erfasst werde.

Für Spitzen- und Breitensport

In der Halle wird der Spitzenklub BSV Bern Muri Handball spielen. Gleichzeitig soll sie aber auch dem Breitensport verschiedenste Trainings- und Spielmöglichkeiten bieten. Nach dem positiven Entscheid des Statthalters geht es nun Schlag auf Schlag.

Der Spatenstich geht im Februar über die Bühne, und nach einer Bauzeit von zwei Jahren ist die Eröffnung im Herbst 2018 geplant. Mit einer zweijährigen Verzögerung eben, denn ursprünglich hatten die Promotoren damit gerechnet, die Halle im Herbst 2016 in Betrieb zu nehmen.

Die Kosten haben sich von einst 13 auf 16,5 Millionen Franken erhöht. Hauptgrund dafür ist, dass das Gebäude im Innern etwas höher wird als ursprünglich geplant, wie es in ei­ner Mitteilung heisst. Das führe dazu, «dass tiefer in den Baugrund und damit in das Grundwasser gebaut werden muss». (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2017, 06:19 Uhr

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