Bern

«Dr nöi Breitsch» nimmt im Berner Stadtrat die nächste Hürde

BernDer Stadtrat genehmigte den Strassenplan für das Projekt «Dr Nöi Breitsch». Damit rückt die Realisierung etwas näher.

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Acht Monate nach dem Volks-Ja hat das Projekt «Dr Nöi Breitsch» eine weitere Hürde genommen. Mit 57 zu 6 Stimmen genehmigte der Stadtrat am Donnerstag den Strassenplan.

Dabei geht es um drei Teilprojekte: Die Umgestaltung des Breitenrainplatzes, die zweite Sanierungsetappe bei den Abwasseranlagen im Breitenrain sowie die Sanierung der Rodtmattstrasse.

Noch offen sind 15 Einsprachen und eine umfassende Lärmbeurteilung. Diese soll nun öffentlich aufgelegt werden. Das Strassenplanverfahren geht anschliessend an den Kanton: Das Amt für Gemeinden und Raumordnung wird über die Einsprachen und die Genehmigung des Strassenplans entscheiden.

SVP wollte keine Begegnungszone

Die SVP wollte den Einsprechern den Rücken stärken, wie Sprecher Alexander Feuz sagte. Seine Fraktion beantragte deshalb unter anderem, die Parkplätze seien im selben Quartier zu ersetzen und auf die Begegnungszone auf dem Breitenrainplatz zu verzichten.

Die Anträge waren chancenlos. Die Ratsmehrheit befand, diese Fragen seien im Rahmen der Volksabstimmung vom Juni 2016 beantwortet worden. Die Stimmberechtigten hätten den von der SVP aufgegriffenen Anliegen damals eine Abfuhr erteilt.

Gemeinderätin Ursula Wyss konnte den Anträgen ebenfalls nichts abgewinnen. Würde man die Vorlage nach SVP-Gusto abändern, müsste man das Geschäft ehrlicherweise neu vors Volk bringen, sagte sie.

Das mit 63 Prozent Ja genehmigte Gesamtprojekt «Dr Nöi Breitsch» umfasste auch die Abschnitte Moserstrasse, Viktoriaplatz und Kornhausstrasse. Diese waren Teil des Projekts Tram Region Bern, das in Köniz und Ostermundigen abgelehnt wurde. Sie werden nun als eigenständiges eisenbahnrechtliches Verfahren weitergeführt. (sda)

Erstellt: 16.02.2017, 21:49 Uhr

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