Zollikofen

GFL wehrt sich für Kulturland

ZollikofenAcht Einsprachen sind gegen die Ortsplanungsrevision in Zollikofen eingegangen: Die GFL kritisiert unter anderem geplante Umzonungen.

Die Ortsplanungsrevision in Zollikofen gibt zu reden.

Die Ortsplanungsrevision in Zollikofen gibt zu reden. Bild: Andreas Blatter

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In Zollikofen ist die Einsprachefrist zur Ortsplanungsrevision zu Ende gegangen. Nach einer Vorprüfung durch den Kanton lagen die Entwürfe des künftigen Baureglements und Zonenplans auf. Laut Bauverwalter Beat Baumann sind acht Einsprachen eingegangen. Neben sieben Einzelpersonen bemängelt die GFL die Pläne des Gemeinderats. Dieser gehe zu wenig auf die Einwände der kantonalen Vorprüfung ein, findet die Partei.

Die GFL hatte die Ortsplanungsrevision bereits in früheren Stadien kritisiert. Die Vorbehalte, die der Kanton vorgebracht habe, hat die Partei nun in ihrer bisherigen Meinung bestärkt.

Fünffache Einsprache

Konkret bemängelt die GFL fünf Punkte. Dazu gehört einerseits der Schutz von Bäumen, andererseits der Unterhalt von Fuss- und Wanderwegen. Beides sei mit dem zukünftigen Ortsplan nicht mehr genügend gewährleistet.

Weiter moniert die GFL, das kantonale Energiegesetz werde zu wenig gewichtet. Mit dem Richtplan könne beispielsweise weder der Bedarf nach Wärmeenergie gesenkt noch durch ­erneuerbare Energie gedeckt werden.

Die GFL begrüsse zwar die ­Pläne zur Siedlungsentwicklung nach innen. Jedoch habe die Gemeinde gleichzeitig problematische Umzonungen in Aussicht gestellt. Zum Beispiel in den Gebieten Rütti, Hubel und Meielen-Süd. Dies sei nicht nur hinderlich für die Entwicklung gegen innen, sondern gefährde auch wertvolles Kulturland.

Auch kritisiert die GFL die Umzonung des Kindergartenareals am Lindenweg. Dort soll eine Wohnzone entstehen, obwohl noch nicht klar sei, ob der ehe­malige Kindergarten in Zukunft wieder für öffentliche Zwecke benötigt wird.

Die Einsprecher erhalten nun die Möglichkeit, bei Vertretern der Gemeinde vorzusprechen. Anschliessend nimmt der Gemeinderat Stellung, bevor das Geschäft im Grossen Gemeinderat behandelt wird. Das letzte Wort zur Ortsplanungsrevision hat das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.02.2017, 10:29 Uhr

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