Sumiswald

Bauen für die Natur

SumiswaldAm Oberei­graben und am Riedbodegräbli wird bald gebaut, denn die Wasserläufe haben ein «ökologisches Defizit» – und es drohen Überschwemmungen.

Beim Obereigraben im Wasen werden die Ufer abgeflacht.

Beim Obereigraben im Wasen werden die Ufer abgeflacht. Bild: Thomas Peter

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Es sind keine Einsprachen eingegangen», sagt Fritz Kobel auf Anfrage. Der Sumiswalder Bauverwalter spricht von den Plänen der Schwellenkorporation Sumiswald für die Revitalisierung des Obereigrabens und des Riedbodegräbli in Wasen. Dem Bauvorhaben steht also nichts mehr im Weg.

Die Bäche hätten ein «ökologisches Defizit», erklärt Hans Haslebacher, Präsident der Schwellenkorporation. Das heisst: Beide Gräben sind teils eingedolt, die Ufer fallen steil ab, und es fehlt an Unterschlüpfen für Fische und Frösche. Das geplante Bauprojekt sieht vor, die Bäche wo möglich oberirdisch zu führen sowie die Ufer abzuflachen und an verschiedenen Stellen mittels Block-und Holzverbau die Bachsohle zu sichern.

Mehr Kapazität

Als zweiten Punkt für die Massnahmen nennt Haslebacher die Hochwassergefahr. Beide Gewässer, die ihren Ursprung auf der Schonegg haben, führen an landwirtschaftlichen Betrieben vorbei. «Der Obereigraben fliesst sogar unter der Hocheinfahrt eines Hofes hindurch.» Ab und zu sei es in den letzten Jahren zu Überschwemmungen gekommen. Aus diesem Grund sollen zur Erhöhung der Abflusskapazität die Abschlussprofile vergrössert werden.

«Die Bäche liegen in einem Gebiet  mit nutzbarem Grundwasservorkommen.»Hans Haslebacher

Die zwei Bäche sind Luftlinie nur ein paar Hundert Meter voneinander entfernt. Während das rund dreihundert Meter lange Riedbodegräbli in den Mühlekanal fliesst, gelangt der rund fünfhundert Meter lange Obereigraben in die Grüne. «Und hier, bei der Einmündung, sind ebenfalls Anpassungen vorgesehen», erklärt Haslebacher weiter. Das Bachbett der Grüne müsse angehoben ­werden, damit die Fische wandern könnten.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 760 000 Franken plus/minus 10 Prozent. Haslebacher rechnet damit, dass sich Bund und Kanton mit 75 Prozent an den Kosten beteiligen werden.

Geplanter Baubeginn ist im Sommer, mit der Fertigstellung wird im Mai 2018 gerechnet. Die Arbeiten müssten sauber ausgeführt werden, betont Hans Haslebacher. Denn das Projektgebiet befinde sich im Gewässerschutzbereich. «Mit anderen Worten in einem Gebiet mit nutzbarem Grundwasservorkommen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.04.2017, 09:58 Uhr

Artikel zum Thema

Nun ist Platz für Neues vorhanden

Sumiswald Die Bauarbeiten für den neuen Spielplatz Hofacker haben begonnen. Ab Sommer können sich die Kinder auf den neuen Geräten austoben. Mehr...

1500 Käselaibe schlecht geworden

Sumiswald Die Dorfkäserei und der Betreiber eines Käselagers trafen sich vor dem Handelsgericht, nachdem 1500 ­Käselaibe im Lager schlecht geworden waren. Die Käserei bekam recht und Schadenersatz. Trotzdem fehlt ihr Geld. Mehr...

Bewährungsprobe für Sternen-Pächter

Sumiswald Im Sternen Grünen wird wieder gewirtet. Nach einem halben Jahr Pause hat nun Bülent Güven dem populären Gasthof neues Leben eingehaucht. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Tierisch viele Angebote

Die Berner Publikumsmesse BEA präsentiert vom 28. April bis 7. Mai 2017 die ganze Fülle von Trends und Traditionen.

Kommentare

Blogs

Gartenblog Warten auf die Wärme

Echt jetzt? Die Tussi im Mann

Service

Die Welt in Bildern

Der alte Zopf erlebt derzeit eine Renaissance: Besucherinnen des Coachella Valley Music & Art Festivals 2017 im Empire Polo Club in Indio, Kalifornien. Das Festival findet jährlich statt und dauert über zwei Wochenenden. Es zählt weltweit zu den grössten Festivals. (22. April 2017)
(Bild: Rich Fury / Getty) Mehr...