750 000 Franken für das Strassenstützsystem

Thörigen Der Gemeinderat kann die Hombergstrasse mit seiner vorgeschlagenen Variante sanieren. Keine 30 Einwohner kamen, um über den Kredit abzustimmen.

Blick in die Hombergstrasse: diese soll für 750 000 Franken saniert werden.

Blick in die Hombergstrasse: diese soll für 750 000 Franken saniert werden.

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Die Hombergstrasse in Thörigen befindet sich in einem schlechten Zustand. Auf der hangabgewandten Seite hat sie sich stark ab­gesenkt, wie ein sichtbarer Riss zeigt. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat bei einem Ingenieurbüro ein Variantenstudium in Auftrag gegeben.

«Ich werde diese Varianten hier nicht noch einmal vorstellen», sagte Gemeindepräsident Rolf Schneeberger (BDP) an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung zu den 29 anwesenden Stimmberechtigten (von total 804). «Der Gemeinderat hat diese geprüft und sich einstimmig für die bauliche Sicherung entschieden.»

Das heisst, die Strasse wird mit einem Stützsystem gesichert. Die Kostenschätzung für diese Variante beträgt 730 000 Franken.

«Gut gerechnet»

Aus Kostengründen habe man bewusst auf eine Sondierbohrung verzichtet, aber «gut gerechnet», um auf der finanziell sicheren Seite zu stehen, sagte Schneeberger. Der Gemeinderat beantragte daher einen Kredit von 750 000 Franken. «Wir hoffen, dass die nun umgehend einzuholenden Offerten bei den Spezialfirmen etwas günstiger sein werden.»

Der einzige Gegner des Projekts wollte wissen, weshalb man nicht nur eine «Kosmetikvariante» wähle und weshalb man die Hombergstrasse überhaupt für den Schwerverkehr freigebe. «Das wäre längerfristig nicht befriedigend», entgegnete Schneeberger auf die erste Frage. Man rede auch nur von Fahrzeugen bis zu 28 Tonnen, was der heutigen Realität der Land- und Forstwirtschaftgeräte entspreche.

«Die Fahrzeuge ­einfach umzuleiten, wäre unsoli­darisch.»

Sandro Moret, Gemeinderat

«Die Strassen gegen Riedtwil und Stauffenbach sind nicht ­besser und würden die Nachbar­gemeinde belasten», antwortete Gemeinderat Sandro Moret (Bau-, Strassen- und Verkehrswesen) auf die Frage, weshalb diese Fahrzeuge nicht umgeleitet werden sollen. «Das wäre unsolidarisch.»

Der Antrag des Gemeinderates wurde schliesslich mit 26 Ja- und einer Nein-Stimme, bei 2 Enthaltungen, angenommen. Die Frage, wie lange die Hombergstrasse während des Baus geschlossen bleibe, konnte der Gemeinde­präsident nicht beantworten. Er rechnet mit mindestens einem Monat. (iba)

Erstellt: 21.04.2017, 13:48 Uhr

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