Auch Migros will Bäume erhalten

Gleich an zwei Stellen am Uferweg entlang der Langete geben Profile Anlass zu Fragen und Diskussionen. Bei der neuen Überbauung an der Sonneggstrasse steht zudem ein Verkauf an.

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Seit kurz vor Weihnachten künden Profile am Rand der Ribimatte an, dass die Migros Aare dort im nächsten Sommer ein Provisorium plant. Die Profile, die am nächsten bei der Langete stehen, liessen zudem die Befürchtung aufkommen, dort müssten eventuell die Bäume und die Sitzgruppe weichen.

Das im Sommer lauschige Plätzchen wird zwar von Be­wohnern und Besuchern des Seniorenparks, von Spaziergängern und von Eltern geschätzt, die mit ihren Kindern die Spielstrasse benützen. Ein Blick in die Grundbuchpläne macht aber klar, dass es auf der Parzelle des Immobilienfonds liegt, der das Nachbargrundstück überbaut hat.

Die Eigentumsverhältnisse seien deshalb nicht geklärt und würden gegenwärtig untersucht, hält der Huttwiler Bauverwalter Beat Rickenbacher fest. Sicher ist, dass die Sitzecke nicht dem Gemeinnützigen Frauenverein gehört, der die Spielstrasse einrichtete. Dies erklärt Präsidentin Margrit Jäggi auf Anfrage. Dem Frauenverein sind deshalb die Hände gebunden. Trotzdem würde es der Verein natürlich bedauern, wenn wegen eines zweimonatigen Provisoriums die Bäume weichen müssten. Denn endlich seien sie etwas grösser geworden und würden an heissen Sonnentagen willkommenen Schatten spenden.

Realersatz versprochen

Die Migros Aare hat zwar vollständigen Realersatz versprochen, doch ist augenscheinlich, dass dies punkto Bäume nicht in der heutigen Grösse möglich ­wäre. Auf Nachfrage erklärt ­Mediensprecher Reto Wüthrich, dass der Grossverteiler alles daransetze, dass die Bäume beim Sitzplatz nicht gefällt werden müssten. Er prüfe gegenwärtig eine entsprechende Planänderung. Aus Rücksicht auf das laufende Genehmigungsverfahren für das Provisorium kann der ­Mediensprecher dazu jedoch nicht mehr sagen.

Etwas weiter oben am Spazierweg sorgen andere Profile für Diskussionsstoff. Sie zeigen an, dass der Weg entlang der neuen Überbauung an der Sonnegg­strasse um rund einen Meter angehoben werden soll. Die Verkaufsdokumentation, die die Liegenschaftsbesitzerin, die Immo Friedli AG in Ittigen, im Internet aufgeschaltet hat, visualisiert, wie das gedacht ist: Mit einer massiven Betonmauer soll der Weg auf die Höhe der Hauseingänge angehoben werden, damit diese einerseits behindertengerecht zugänglich sind, andererseits dort Umzugsautos zu den Wohnungen fahren können.

Blöcke statt Beton

So, wie er nun ausgesteckt sei, sei dieser Zugang allerdings nicht bewilligt, hält Beat Rickenbacher fest. Sondern höchstens einen halben Meter hoch. Der Unterschied rühre daher, dass der Grundeigentümer seinerzeit die Bewilligung erhalten habe, die Überbauung einen halben Meter höher zu erstellen. Die Frage des Weges sei jedoch in diesem Bewilligungsverfahren nicht neu geregelt worden.

Die Gemeinde ist denn auch laut dem Bauverwalter nicht bereit, diesen massiven Eingriff in den Gewässerraum hinzunehmen. Der Niveauunterschied von den Hauseingängen zum ursprünglich bewilligten Gehweg müsse mit Rampen ausgeglichen werden, denn die ursprüngliche Erhöhung um einen halben Meter liesse sich auch ohne den massiven Eingriff der Betonmauer mit Blockwurf realisieren.

Die Bauverwaltung sei im Gespräch mit dem Liegenschafts­besitzer, erklärt Beat Rickenbacher, eine Übereinkunft habe aber noch nicht getroffen werden können. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 18.01.2017, 16:38 Uhr

Die Überbauung ist zu kaufen

Der Blick auf die Website der Immo Friedli AG liefert nicht nur das Bild zu den Profilen auf dem Uferweg. Dort wird auch ersichtlich, dass die Firma, die dieser Zeitung keine Auskunft gibt, für ihr gesamtes Bauwerk einen Käufer sucht. Als Verkaufspreis nennt sie 18 Millionen Franken. Die Verkaufspreise für die einzelnen 38 Wohnungen und die ebenso vielen Einstellhallenplätze, die auch gemietet werden können, ergeben eine Summe von rund einer Million Franken mehr. Wann die Überbauung fertiggestellt ist, wird aus der Dokumentation nicht klar.

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