Interlaken

Ein Ja zur Sanierung und ein Aber

InterlakenAuch Interlaken zahlt seinen Beitrag zur dringenden Sanierung des Eissportzentrums Bödeli. Der Grosse Gemeinderat genehmigt einen Kredit in Höhe von 280 000 Franken.

Das Eissportzentrum Bödeli in Matten hat grossen Nachholbedarf, was Sanierungen angeht.

Das Eissportzentrum Bödeli in Matten hat grossen Nachholbedarf, was Sanierungen angeht. Bild: Bruno Petroni

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Die Verantwortlichen beim Eissportzentrum Bödeli können erst einmal aufatmen. Die Million ist im Sack. Am Dienstagabend sagte auch Interlaken als letzte der Trägergemeinden ihre finanzielle Unterstützung zu.

Mit 24 Ja- bei einer Gegenstimme genehmigte der Grosse Gemeinderat (GGR) den durch den Verteilschlüssel festgelegten Beitrag in Höhe von 280 802 Franken. Damit können die, wie es im offiziellen Gesuch heisst, «dringendsten Investitionen für den sicheren Betrieb des Eissportzentrums Bödeli» getätigt werden. In den Jahren 2016 bis 2018 sollen nun zum Beispiel Anpassungen an Treppengeländern, Kühlsystem sowie Sturmlüftung vorgenommen und die Regeltechnik der Heizung ersetzt werden.

Weiterer Sanierungsbedarf

Auch wenn das Sportzentrum lediglich um ein zinsloses Darlehen ersucht hatte, entschied sich Interlaken anders als die anderen Gemeinden nun dazu, seinen Anteil als À-fonds-perdu-Beitrag zu zahlen. «Wir haben das etwas nüchterner angesehen», meinte Gemeinderat Philippe Ritschard und ergänzte: «Die Wahrscheinlichkeit, dass das Geld wieder zurückgezahlt wird, ist relativ gering.»

Schliesslich stünden nach der nun auf den Weg gebrachten Massnahmen noch weitere Sanierungen an – mit Kosten von weiteren rund 4 Millionen Franken bis zum Jahr 2030, wie ein Gebäudecheck ergeben habe. Sollten die gewährten Darlehen entgegen den Erwartungen doch an die anderen Gemeindein zurückgezahlt werden, könnte der Interlakner Beitrag an die jähr­lichen Investitionsbeiträge an die Genossenschaft Eissportzen­trum zurückgezahlt werden.

Mehr Controlling gefordert

Diese Genossenschaftsform, in der jeder Genossenschafter unabhängig vom finanziellen Engagement eine Stimme habe, stehe jedoch zur Diskussion, erklärte Ritschard, der damit auf den Ruf nach einem stärkeren Controlling beim Eissportzentrum antwortete. Man sei ernsthaft dabei, das anzupacken, um einen neuerlichen Sanierungsstau zu verhindern.

Auch weitere Nutzungen sowie eine Zusammenarbeit mit dem Bödelibad würden geprüft. In einem war man sich im GGR zudem einig: Die Eishalle gehöre zur Grundinfrastruktur einer Tourismusgemeinde. ()

Erstellt: 10.12.2015, 07:25 Uhr

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