Aeschi

Christian Däpps zehnter Streich

AeschiDie Jodlergruppe Alpengruss Aeschiried lädt zu sechs Theatervorstellungen und Gesangsdarbietungen ein. Im neuen Theaterstück aus dem Bergbauernleben spielen in vier Akten neun bewährte Laienspieler und ein Kind.

Theater der Jodlergruppe Alpengruss: David bedankt sich beim  Viehhändler Brächt für die Geissen, und sie werden Freunde.

Theater der Jodlergruppe Alpengruss: David bedankt sich beim Viehhändler Brächt für die Geissen, und sie werden Freunde. Bild: Rösi Reichen

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«Jetzt habe ich zehn Theaterstücke geschrieben, die immer von Mitgliedern der Jodlergruppe Alpengruss Aeschiried und weiteren Spielerinnen uraufgeführt wurden. Das reicht ‹de öppe›», meint der Autor Christian Däpp. Er habe keine Ideen mehr, was man dem am Tagesgeschehen sehr interessierten 70-Jährigen nicht ganz abnimmt. Plötzlich macht es klick in seinem Kopf, und er beginnt den Faden einer Meldung in den Nachrichten oder ein Erlebnis weiterzuspinnen. Da sei er jeweils kaum mehr ansprechbar und lebe in seiner «Theaterwelt», sagt seine Frau Vroni.

Er sieht die Handlung jeweils vor seinem inneren Auge, murmelt die Dialoge vor sich hin, weiss oft auch schon, wer in welche Rolle schlüpfen könnte, und setzt sich dann hin, um das Stück niederzuschreiben. Vor sechzig Jahren stand er schon als Kinderdarsteller auf der Bühne. Seit 1987 hat er alle zwei Jahre (ro­tierend mit der Trachtengruppe) in Theatern Regie geführt und zehn davon selber ersonnen. Der Theaterverlag Elgg ist jeweils interessiert und hat sieben seiner Kreationen auf der Website und in den Katalog aufgenommen.

Aus dem Alltag

Für den Stoff zum Theater musste er nicht lange suchen. «Bei meiner Arbeit als Bergbauer und Älpler auf dem Birebärg kommen immer Leute vorbei, die bereit sind zu plaudern, mir manchmal gar von ihren Sorgen und Nöten erzählen», so Däpp. Aber diesmal thematisiert er ein Problem, womit er den Sommer über tagtäglich konfrontiert wird, die Abfallproblematik oder, wie es neudeutsch heisst, das Littering.

Immer wieder macht er sich mit einem Sack auf, um den liegen gelassenen Unrat einzusammeln auf dem viel besuchten Wanderweg von Aeschiried zum Birebärg und dem Spitz mit der wunder­baren Aussicht. Er staunt jeweils, was die Leute auf dem Weg und rund um die Sitzbänke entsorgen. Sein Vieh weidet dort und kann durch diese Nachlässigkeit erkranken oder muss gar zur Schlachtbank geführt werden. Er rankt um das Problem eine interessante Geschichte, wo gestritten wird, es um gemeinsame Hilfe, Freude und Leid, aber auch um Liebe geht.

Vor dem Theater singt die Jodlergruppe Alpengruss zwei Naturjutze aus der Feder des Dirigenten Klaus Rubin und die Lieder «Jung sy» und «Abschied».

Konzert und Theater finden im Gemeindesaal Aeschi statt. Spieldaten: Samstag, 14. Januar, 20 Uhr, mit Schwyzerörgelitrio Furggiblick; Mittwoch, 18. Januar, 20 Uhr; Freitag, 20. Januar, 20 Uhr, mit Örgeli­fründe Bärenbach; Sonntag 22. Januar, 13.30 Uhr; Mittwoch. 25. Januar, 20 Uhr; Samstag, 28. Januar, 20 Uhr mit Örgeliquartett Eggiwiler Giele. Platzreservationen von 18 bis 21 Uhr unter Tel. 033 671 02 07. (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.01.2017, 10:24 Uhr

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