Zweilütschinen

Lehrbienenstand eingeweiht

ZweilütschinenAm Sonntag weihte der Bienenzüch­terverein Jungfrau seinen erweiterten Lehrbienenstand ein – mit zahlreichen Gästen, Sponsoren, einer Auszeichnung und zwölf fleissigen Bienenvölkern.

Kursleiter Hans Stäger (rechts) erklärt einem interessierten Besucher, wie mit den Bienenvölkern in den Schweizerkästen im neuen Anbau gearbeitet wird.

Kursleiter Hans Stäger (rechts) erklärt einem interessierten Besucher, wie mit den Bienenvölkern in den Schweizerkästen im neuen Anbau gearbeitet wird. Bild: zvg/Sibylle Hunziker

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Bei den gut besuchten Imker-Grundkursen und den monatlichen Höcks, an denen aktive Mitglieder Erfahrungen austauschen und sich über aktuelle Bienenthemen informieren, war es im Lehrbienenstand des Bienenzüchtervereins Region Jungfrau hinter dem BOB-Bahndepot Zweilütschinen schon lange viel zu eng. Deshalb wurde er nun umgebaut und erweitert – so weit wie möglich in Eigenarbeit.

«281 Stunden arbeitete allein das kleine Kernteam», rechnete Präsident Robert Seematter am Einweihungsfest vor. Dazu kam ein Arbeitstag, an dem über 20 Vereinsmitglieder dem Bienenhaus und seiner Umgebung den letzten Schliff gaben. Und schliesslich halfen die BOB, auf deren Boden die Imker mit ihrem Stand Gastrecht geniessen, sowie Gemeinden, Korporationen und Unternehmen aus der Region mit Spenden.

Diese Bienenhaltung wird ­immer beliebter

Jetzt reicht der Platz im hellen Bienenhaus als Kurslokal, und im neuen Anbau können die angehenden Imker bequem nebeneinander an zehn Bienenvölkern in Schweizerkästen arbeiten. Neben dem Haus leben zwei Bienenvölker in grossen Magazinen; weil diese Bienenhaltung bei Jungimkern, die nicht gleich ein ganzes Bienenhaus möchten, immer beliebter wird, gehört die Ausbildung an frei stehenden Magazinen heute zu jedem Grundkurs.

Gegen 100 Besucher schauten im Laufe des Tages vorbei

Die Einweihung in Zweilütschinen feierten die Bienenzüchter am Sonntag mit den Sponsoren und gegen 100 Besuchern, die im Laufe des Tages vorbeischauten und sich anhand eines Schaukastens und der Bienenvölker, die bei dem schönen Wetter emsig an der Arbeit waren, die Imkerei erklären liessen. Viele Freiwillige sorgten mit Gebäck und anderen guten Sachen dafür, dass beim Fest niemand Hunger oder Durst litt.

Mit dem Nachhaltigkeitspreis 2017 ausgezeichnet

Der Bienenzüchterverein Region Jungfrau ist aus dem 1882 gegründeten Bienenzüchterverein Oberland hervorgegangen. Seine rund 120 Mitglieder betreuen im ehemaligen Amt Interlaken gegen 1000 Völker. «Das heisst, dass im Sommer etwa vier Millionen Honigbienen Obstbäume und andere Kulturen in der Region bestäuben», sagte Robert Seematter.

Für seinen Einsatz zur Förderung der Imkerei insbesondere durch Aus- und Weiterbildung wurde der Verein am Sonntag mit dem Nachhaltigkeitspreis 2017 der Grünen Interlaken-Oberhasli ausgezeichnet. (mtg)

Erstellt: 19.06.2017, 17:12 Uhr

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