Drogendealer muss 20 Monate ins Gefängnis

Ein Portugiese verkaufte Heroingemisch an zahlreiche Personen. Daneben wurden ihm sechs weitere strafbare Handlungen zur Last gelegt. Dafür fasste er eine unbedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten.

Der Beschuldigte wurde vom Regionalgericht Thun zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt.

Der Beschuldigte wurde vom Regionalgericht Thun zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Bild: Marc Imboden

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Am schwersten wogen die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der 46-jährige aus Portugal stammende, in der Region Thun wohnhafte Mann verkaufte in den Jahren 2015 und 2016 in Thun, Bern, Steffisburg, Gstaad, Belp und anderswo Heroingemisch an zahlreiche Personen. Die Gesamtmenge Heroingemisch von circa 134 Gramm mit einem Reinheitsgrad von 24 Prozent entspricht circa 32,1 Gramm reinem Heroin.

Damit ist der Tatbestand der mengenmässigen qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz erfüllt. Da der Beschuldigte, der sich am Dienstag vor dem Regionalgericht Oberland in Thun zu verantworten hatte, zeitweise selber auch Heroin konsumierte, machte er sich zudem der Konsumwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig.

Ziemlich uneinsichtig

Als schwerwiegend bezeichnete Staatsanwältin Barbara Wüthrich auch das mehrfache Führen eines Personenwagens trotz entzogenem Führerausweis. «Der Mann wurde bereits mehrmals wegen dieses Delikts verurteilt», hielt die Staatsanwältin fest, was von einer gewissen Uneinsichtigkeit zeuge.

Zudem beging er diese Delikte teils unter Drogeneinfluss, wofür auch Vorstrafen bestehen. Hinzu kam, dass er auf einer Autobahn die Höchstgeschwindigkeit um 33 Stundenkilometer überschritt. Im Weiteren machte sich der Angeklagte durch rechtswidrigen Aufenthalt der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz schuldig.

Er hielt sich nach Ablauf des bewilligungsfreien Aufenthalts an verschiedenen Orten in der Schweiz auf. In einem anderen Fall verletzte der Beschuldigte die Anmeldepflichten, indem er sich nach einem Stellenantritt nicht innert der gesetz­lichen Frist bei der Fremden­kontrolle anmeldete.

Angesichts der Schwere und der Zahl der Straftatbestände sowie der Vorstrafen erachtete die Staatsanwältin eine bedingte Freiheitsstrafe als nicht gegeben. Die Staatsanwaltschaft, der Beschuldigte und dessen amtlicher Verteidiger hatten sich vorgängig über das Strafmass geeinigt. Deshalb erfolgte die Anklage im abgekürzten Verfahren.

Zurück in den Strafvollzug

«Die Voraussetzungen für das ­abgekürzte Verfahren sind gegeben», erklärte Gerichtspräsident Jürg Santschi. Er erhob deshalb die Anklageschrift zum Urteil. Dieses lautet auf eine unbedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten unter Anrechnung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 207 Tagen.

Zudem hat der Verurteilte eine Busse von 600 Franken zu bezahlen und die Verfahrenkosten von 18'500 Franken zu tragen. Er muss zurück in den Strafvollzug. Nachher droht ihm die Ausschaffung. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 10.01.2017, 18:49 Uhr

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