In Chur steht Unihockey an erster Stelle

Im Frauenfinal (16.45 Uhr, SRF 2) kommt es wie erwartet zum Vergleich zwischen Dietlikon und Piranha Chur. Wizards Bern-Burgdorf, ist im Halbfinal gescheitert, doch Nathalie Spichiger aus Eggiwil (BE) stürmt für die Bündnerinnen.

Nathalie Spichiger ist Stürmerin bei den Churer Unihockey Piranhas.

Nathalie Spichiger ist Stürmerin bei den Churer Unihockey Piranhas. Bild: zvg

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Schon nervös? Natürlich! Aber in erster Linie sei sie froh, finde die Begegnung endlich statt, hält Nathalie Spichiger fest. Seit letztem Frühling steht die 22-jährige Bernerin für den sechsfachen Meister Piranha Chur im Einsatz; die Flügelspielerin wird am Samstag ihren ersten Superfinal bestreiten.

Ihr Wechsel vom Stammverein Skorpion Emmental Zollbrück ins Bündnerland erfolgte wenig überraschend. Immer wieder war Spichiger von Piranha Chur angefragt worden. Nach abgeschlossener Ausbildung fällte sie den Entscheid, das Abenteuer fern vom heimatlichen Eggiwil in Angriff zu nehmen.

«Ich wollte gefordert werden, mich weiterentwickeln», erwidert Spichiger auf die Frage nach den Gründen ihres Wechsels. Zu Hause im Emmental war Spichiger längst Leistungsträgerin. In Zollbrück stand die Nationalspielerin auch mit durchschnittlichen Trainingsleistungen in der Startformation.

Professionellere Einstellung

«Im Unterschied zu Piranha Chur kam Unihockey bei den Skorps nicht immer an erster Stelle», hält die Bernerin fest. Im Bündnerland sei nicht nur das Trainingsumfeld, sondern auch die Ein­stellung professioneller. In Chur sei es eine Selbstverständlichkeit, nehme jede Spielerin an jedem Training teil; Unihockey verfüge im Graubünden über einen höheren Stellenwert als zu Hause im Emmental. Auch dieser Fakt bewog die junge Stürmerin zu diesem Schritt; seither lebt sie primär für ihren Sport.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten integrierte sich Spichiger bei Piranha schnell. «Zu Beginn hatte ich das Gefühl, ich sei die Schlechteste», hält sie fest. Und ergänzt augenzwinkernd: «Ich dachte, ich könne gleich aufhören.»

Mittlerweile gehört sie im hochwertigen Ensemble zu den Stammkräften, über 30 Skorerpunkte haben sich auf ihrem Konto angehäuft. Im Superfinal gegen Qualifikationssieger Dietlikon darf sich die 22-Jährige vermutlich in der ersten Formation präsentieren. Was zu ihrer Einstellung passt. Unihockey kommt bei Spichiger an erster Stelle, zumindest bis zum Samstag. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.04.2017, 07:40 Uhr

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