Lauberhorn: Ein Sprung sorgt für Gesprächsstoff

Mit Beat Feuz (3.), Carlo Janka (4.) und Patrick Küng (6.) reihten sich die drei noch aktiven Lauberhornsieger im ersten Abfahrts-Training in Wengen in den Top 6 ein.

«Viel zu weich» sei es an der ­entsprechenden Stelle für einen Sprung, findet Beat Feuz.

«Viel zu weich» sei es an der ­entsprechenden Stelle für einen Sprung, findet Beat Feuz. Bild: Keystone

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Im Bestreben, den Hanneggschuss sicherer zu gestalten, haben die Organisatoren der Lauberhornabfahrt im oberen Teil des Steilhangs einen Sprung eingebaut. Vor drei Jahren war bei Johan Clarey der Spitzenwert von 161,9 km/h registriert worden; Tempi in diesem Bereich werden im Weltcup sonst nirgendwo erreicht. Der Sprung soll die Athleten zwingen, die Hockeposition zu öffnen. Was einen höheren Luftwiderstand und damit eine Reduktion der Geschwindigkeit mit sich bringt.

Von den Betroffenen vermochte sich im ersten Training auf verkürzter Strecke (ab Kombinationsstart) kaum einer damit anzufreunden. «Sinnlos» sei die Massnahme, meinte Carlo Janka. «Viel zu weich» sei es an der ­entsprechenden Stelle für einen Sprung, resümierte Beat Feuz.

Hannes Reichelt ging einen Schritt weiter, sagte, die Passage sei durch den Sprung nicht entschärft, sondern gefährlicher geworden. Den Einwänden der drei Lauberhornsieger zum Trotz: Renndirektor Markus Waldner verteidigte die Neuerung, auf die Folgen verweisend – Tempi über 150 km/h wurden am Dienstag im Training keine gemessen.

Am Mittwoch soll ab 11 Uhr ein kurzes Training von der Lauberhornschulter bis zur Wasserstation stattfinden; es handelt sich um die Europacupstrecke. Lässt das Wetter die ganze Einheit zu, könnte die Lauberhornabfahrt am Samstag oder am Sonntag vom Reglement her auf der Originalstrecke ausgetragen werden, weil auf jedem Abschnitt einmal trainiert worden wäre. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.01.2017, 17:36 Uhr

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