Fraubrunnen

Die Hälfte der Entlassenen hat bereits eine neue Stelle

FraubrunnenMitte Juli informierte die Möbelfabrik Fraubrunnen über rund 15 Kündigungen. Neu sucht das Unternehmen nun Mieter für nicht mehr genutzte Lagerräume.

Sieht schön aus, ist aber schwierig zu verkaufen: Schauraum der Möbelfabrik Fraubrunnen.

Sieht schön aus, ist aber schwierig zu verkaufen: Schauraum der Möbelfabrik Fraubrunnen. Bild: zvg

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«Unterdessen hat etwa die Hälfte der entlassenen Mitarbeiter eine neue Arbeit gefunden», versichert André Hofer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Möbelfabrik Fraubrunnen AG. Diesen Sommer musste das 100-jährige Familienunternehmen mitteilen, dass rund 15 der 70 Angestellten die Kündigung erhalten werden.

Die Firmenleitung verhandle zurzeit mit den Gewerkschaften, so Hofer. Die SRF-Sendung «10 vor 10» berichtete am Mittwochabend, dass die Hälfte der Angestellten die Arbeit verliere. «Es sind bloss rund 15 und damit viel weniger Mitarbeiter betroffen», berichtigt Hofer.

Mieter gesucht

Neben Überkapazitäten hat die Möbelfabrik nun auch zu grosse Lagerräume. Laut Hofer sucht die Firma Mieter für rund 4500 Quadratmeter. «Am sinnvollsten wäre es, wenn die Räume durch Gewerbetreibende aus ähnlichen Branchen genützt würden, Glaser, Maler oder Inneneinrichter zum Beispiel.»

Wie andere Schweizer Möbelhersteller leidet das Fraubrunner Traditionsunternehmen unter dem starken Franken. Der Euro ist zwar in den letzten Wochen wieder etwas stärker geworden. Doch, so Hofer: «Weil die wichtigsten Möbelmessen im Januar sind, mussten wir unser Sortiment zum ungünstigsten Zeitpunkt anbieten.» Dazu, dass der Devisenkurs zu schaffen macht, leidet die Fraubrunner Firma unter den veränderten Einkaufsgewohnheiten. André Hofer führt aus: «Die Mitnahmemärkte wie Ikea oder Conforama und der Internethandel schaden uns sehr.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.10.2015, 06:56 Uhr

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