Heimatliche und bezaubernde Klänge in der Kirche

Unterseen

Das Oberländerchörli und die Örgeli- und Jodlerfamilie Leuenberger bezauberten in Unterseen das Publikum.

Die Jodlerinnen des Oberländerchörlis im Einsatz. Foto: Monika Hartig

Die Jodlerinnen des Oberländerchörlis im Einsatz. Foto: Monika Hartig

Zwei denkwürdige Frühlingskonzerte bot das Oberländerchörli Interlaken am Wochenende seinen Fans. Zu Gast war beide Male die Örgeli- und Jodlerfamilie Leuenberger aus Eggiwil. Am Sonntag schritten zu Konzertbeginn die Jodlerinnen und Jodler von hinten her durch die fast voll besetzte Kirche Unterseen.

Im blumengeschmückten Altarraum stellten sie sich zum Kreis auf. Dirigentin Marie Theres von Gunten gab den Ton vor. «Grüess euch wohl», tönte es im Begrüssungsjodel. Es folgte eines der neu einstudierten Lieder, «Ds Ankebälli» von Adolf Stähli, das die Schönheit der Butterblume besingt. Die Frauen und Männer sangen mit Freude und Herzenslust, ein wahrer Ohrenschmaus.

Gastfamilie Leuenberger

Vater Edwin und die Söhne Mathias und Lukas am Schwyzerörgeli, Tochter Nadja an der Bassgeige: Mit dem flotten Erich-Wegmüller-Schottisch eröffnete die Gastfamilie Leuenberger den Reigen ihrer Lieder. Es folgte der «Abestärn», bei dem auch Mutter Marianne mitsang: «Was mir der Tag auch bringen mag, für Sorgen z’Nacht gits kei Grund, ich nehme es, wie es chunnt.» Die Familie sang und jodelte in wunderbarer Harmonie und erhielt erste Bravorufe vom Publikum.

Mit dem Lied «D’Musig» begeisterte dann das Oberländerchörli die Zuschauer: «Die schönste Sprach, wo’s Herz versteit, isch d’Musig, Musig, Musig.» Dann kündigte der Ansager des Chörlis an: «Auch heuer haben wir zur Auflockerung schmucke und strahlende Frauen in ihren Trachten.»

Die neunköpfige Gruppe intonierte mit kraftvollen Stimmen «Mis Singe» von Marie Theres von Gunten. Danach präsentierte die Familie Leuenberger etwa den rassigen Tango «Imola oder «Die Blustfahrt» von Stephan Haldemann. Als Zugabe erklatschte sich das Publikum noch das Lied «Was i gschpüre» von Ueli Moor.

Weitere Hörgenüsse waren die Lieder «Wulche» und das neu einstudierte «Daheim» des Oberländerchörlis, das die Liebe zur Heimat besingt. Auch das Jodellied «E Brugg», mit dem das Chörli 2017 Platz eins am Eidgenössischen Jodlerfest in Brig geholt hatte, war zu hören. Als Zugabe sangen die Männer und Frauen noch «Lueget, loset und gniesset» und beendeten damit das Frühlingskonzert. (mhi)

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