«Es soll galaktischen Spass machen»

Bödeli

«Der Galaxist» heisst das neue Theaterstück von Art 7, das seine Premiere am 14. Augustim Jungfrau-Park feiert. Regisseurin Deborah Lanz entführt das Publikum in eine Zwischenwelt.

Deborah Lanz mit dem Konzept inklusive Bühnenplan für ihr neues Theaterstück «Der Galaxist». Foto: Bruno Petroni

Deborah Lanz mit dem Konzept inklusive Bühnenplan für ihr neues Theaterstück «Der Galaxist». Foto: Bruno Petroni

Erzählt Deborah Lanz über ihr neuestes Theaterprojekt, spürt der Zuhörer sofort ihre Vorfreude, ihre Begeisterung, ihre Leidenschaft. «Ja, ich freue mich sehr, mit meinem Team wieder etwas Neues zu kreieren», bestätigt die Gründerin von Art 7, der Unterseener Produktionsfirma und Schauspielschule.

«Eher etwas Lüpfiges» soll es dieses Mal werden, nachdem in den vergangenen zwei Jahren die Trilogie «Die Herzenshüter» (nicht nur, aber auch) von Sorgen und sogar Ängsten erzählte. Der Titel des neuen Stücks: «Der Galaxist». Gemäss Werbetext handelt es sich dabei um ein «spektakuläres Stationentheater – ein Erlebnis über das Hier und Jetzt, über dort oder jenseits, welches viel Spass, Überraschung und Erstaunliches garantiert».

Premiere ist am 14. August, danach sollen rund ein Dutzend Vorführungen folgen. Ort des Geschehens ist der Jungfrau-Park. Doch worum geht es überhaupt?

«Alles ist eine Illusion»

«Die Handlung spielt in einer Zwischenwelt», macht Deborah Lanz gwundrig, ohne sehr viel mehr verraten zu wollen. «In dieser eigenen Sphäre ist alles fiktiv, alles ist eine Illusion.» In dieser Welt, genannt Gala X, treffen sich drei, vielleicht mehr, vielleicht weniger, Menschen, und es entwickelt sich eine Art Liebesgeschichte.

«Nein, eigentlich ist es keine Liebesgeschichte», korrigiert sich die Regisseurin gleich selber. «Oder zumindest nicht nur.» Es sei auch keine Science-Fiction, wovon sie notabene eh nicht viel verstehe, fügt sie an.

Will «Der Galaxist» dem ­Publikum eine Botschaft vermitteln, wie dies auf Bühne und Leinwand oft der Fall ist? «Nein. Oder höchstens das Wissen, dass wir uns von allem ein Bild machen, aber alles letztlich doch nur eine Illusion ist», antwortet Deborah Lanz.

«Wir wollen auf keinen Fall missionieren oder gar irgendwelche Verschwörungstheorien verbreiten, sondern einfach viel Humor für alle bieten, es soll galaktischen Spass machen, und zwar sowohl dank Wortwitz als auch dank Situationskomik.»

Auf mehreren Bühnen

Noch ist es aber nicht so weit. Vorerst gilt es für Deborah Lanz, bis Ende April das Drehbuch fertigzustellen, in dieser letzten Phase nun gemeinsam mit einem Dramaturgen. Dann, ab 14. Juli, wird geprobt, und zwar täglich von 18 bis circa 22 Uhr – «wie die Profis», sagt Lanz.

Apropos Profis: Fast 30 Leute sind an der Produktion beteiligt, mehr als die Hälfte davon, Schauspielschüler und Profis, auf der Bühne, der Rest hinter der Bühne. Und apropos Bühne: Wie es der Name «Stationentheater» verrät, spielt das Stück auf mehreren Bühnen. Das Publikum spaziert von Schauplatz zu Schauplatz, bleibt dabei aber im überdachten Glaskorridor des Parks, der dafür zum Teil gemietet wird. Wie hoch ist eigentlich das Budget für die ganze Produktion?

«Es bewegt sich im oberen fünfstelligen Bereich, wobei der Jungfrau-Park für die Gastronomie zuständig ist – megacool.» Überhaupt, so betont Deborah Lanz, sei man hier mit offenen Armen empfangen worden. Und demnächst möchte sie gerne den geistigen Vater der Stätte, Erich von Däniken, treffen.

Ob danach das Drehbuch völlig neu geschrieben wird, steht noch in den Sternen...

Vorverkauf ab sofort: online auf www.art-7.ch, telefonisch unter 079 532 55 61 oder bei der Buchhandlung Krebser in Interlaken.

Berner Oberländer

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