Aeschlenstrasse bald wieder in Schuss?

Oberhofen

Die Aeschlenstrasse bedarf einer Sanierung. Sigriswil hat das gemeindeeigene Teilstück längst saniert. Nun will Oberhofen seine Pflicht erfüllen. Dazu muss das Volk aber erst Geld sprechen.

Die Aeschlenstrasse ist in die Jahre gekommen. Die schnellste Verbindung von Thun nach Schwanden bedarf einer Sanierung. 800'000 Franken – so viel kostet der Ausbau der Strecke zwischen Längenschachen und Schönoertli, dem letzten ursprünglichen Teilstück der Aeschlenstrasse. Der Gemeinderat von Oberhofen bringt den Kredit am kommenden Montag an der Gemeindeversammlung vor den Souverän.

Und hofft auf einen weiteren wichtigen Schritt bei diesem langwierigen Geschäft. Denn der Zustand der Aeschlenstrasse ist den Behörden nicht erst seit gestern ein Dorn im Auge. Bereits 2006 beschäftigten sich die Gemeinderäte von Sigriswil und Oberhofen mit der Strasse. Vor ein paar Jahren legten die Sigriswiler vor und sanierten die Aeschlenstrasse auf ihrem Gemeindegebiet.

Die Oberhofner stellten das Projekt zurück – nicht zuletzt, weil ihnen die Mittel fehlten. Jetzt wollen sie die Pendenz erledigen. «Wir wollen nachziehen», bekräftigt Gemeindepräsident Philippe Tobler (SVP).

«Mit der Sanierung der Aeschlenstrasse wird die wichtige regionale Verbindungsstrasse für die Zukunft und damit für die nächsten dreissig bis fünfzig Jahre instand gestellt», steht in der Botschaft für die Gemeindeversammlung vom kommenden Montag. Es sei höchste Zeit für das Upgrade, sagt Tobler: «Der Zustand der Strasse spricht für sich.»

Geschwindigkeit drosseln?

Der Gemeinderat hat das Bau­bewilligungsverfahren bereits durchgeführt, um Planungssicherheit zu haben. Es gingen vier Einsprachen und eine Rechtsverwahrung ein. Ein Thema war die Anpassung der Geschwindigkeit. Auch Tobler ist nicht entgangen, dass im Wald teilweise kräftig auf die Tube gedrückt wird.

Er könne die Bedenken der Anwohner deshalb verstehen. «Eine ausgebaute Strasse verleitet dazu, schneller zu fahren.» Er verspricht, das Geschwindigkeitsregime in einem weiteren Schritt gründlich unter die Lupe zu nehmen. «In einer ersten Phase geht es nun aber darum, die Strasse zu sanieren.»

Für Tobler schwer abschätzbar ist, ob die Kosten ein Diskussionspunkt sein werden. «Es geht um Steuergeld. Und 800'000 Franken sind ein stattlicher Betrag.» Alle Teile der «neuen» Aeschlenstrasse hätten ein Preisschild umgehängt. «Klar kann man einzelne Schilder wegnehmen. Dann kriegt man aber weniger dafür.»

Er sei überzeugt davon, dass den Bürgern ein gutes und ausgewogenes Projekt vorgelegt werden könne, wirbt er für ein Ja. Geht alles glatt, sollen die Baumaschinen bereits nächsten Frühling auffahren. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von einem halben Jahr.

Die Gemeindeversammlung von Oberhofen findet nächsten Montag ab 20 Uhr in der Halle am Riderbach statt.

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