Benzingespräche unter Gleichgesinnten

Thun

Es ging um Motorräder, die ohne Benzin nicht laut werden. Auf dem Waffenplatz in Thun trafen sich am Wochenende rund 3000 Motorradfans mit gefüllten Tanks.

Nicht weniger als 232 Motorradfahrerinnen und -fahrer begaben sich an der Beo Bike Week vom Wochenende auf den 85 Kilometer langen Rundkurs.

Nicht weniger als 232 Motorradfahrerinnen und -fahrer begaben sich an der Beo Bike Week vom Wochenende auf den 85 Kilometer langen Rundkurs.

(Bild: Stefan Kammermann)

Er fährt ein Indian Motorcycle. Und er fährt mit seinem auf Hochglanz polierten Motorrad gleich an der Spitze der Berg-und-Tal-Tour. Angesprochen ist die Ausfahrt der Teilnehmer an der Beo Bike Week, die am Wochenende auf dem Waffenplatz in Thun über die Strassen ging. Mit dem Indian-Motorcycle-Fahrer ist Jürg Burkhart, Präsident des Organisationskomitees der 10. Ausgabe der Beo Bike Week, gemeint. «Beim Treffen geht es darum, unter Gleichgesinnten und Motorradfans ein paar gemütliche Tage zu verbringen, oder anders gesagt: um Benzingespräche», sagt der OK-Präsident, kurz bevor er auf seine PS-starke Maschine steigt.

Rekordverdächtige 232 Töfffahrerinnen und Töfffahrer machen es im gleich. 85 Kilometer lang ist die Route über Blumenstein und Riggisberg bis nach Schwarzenburg und zurück durch das Gürbetal. «Für die Sicherheit sorgen Ordner aus unseren Reihen», erläutert Burkhart und ergänzt: «An grösseren Kreuzungen sind sie präsent und geben acht auf die weiteren Verkehrsteilnehmer.»

Die Hunde fahren mit

Mit auf der Tour sind unter vielen anderen auch Hansruedi Nyffeler und Isabel Dommen aus dem Kanton Luzern. Er sitzt am Lenker, sie auf dem Sozius – und sie befördern auf ihrem Bike gleich fünf weitere Passagiere. Es sind kleine Chihuahua-Hunde, die auf dem Zweirad mitfahren. «Zum Schutz vor dem Fahrtwind habe ich extra eine Scheibe montiert», erklärt Nyffeler. Die Vierbeiner jedenfalls sind immer dabei, wenn das Paar eine Ausfahrt mit dem Bike unternimmt. «Es macht einfach Spass, mit dem Motorrad unterwegs zu sein und Freunde zu treffen, die dasselbe Hobby pflegen», ergänzt Dommen. Dabei stehe eben auch Fachsimpeln und der Austausch untereinander im Vordergrund.

Farbe auf der Haut

Bikerinnen und Biker mögen indes nicht nur Motorengeräusche. Einige mögen es auch farbig und bunt, zum Beispiel mit einem Tattoo unter der Haut oder als Airbrushbild auch auf der Haut. Die beiden jungen Damen Merry und Julia machen die Probe aufs Exempel und lassen ihre Haut am Stand von Airbrusher Stephan Beutler bunt verzieren. Nebst Körperschmuck sowie deftigem Essen und Getränken können Besucherinnen und Besucher auch in Lederkleidung oder Silberschmuck investieren und auch noch die Konzerte von sieben Bands geniessen sowie den Auftritten der Majoretten Steffisburg beiwohnen.

Merry (l.) und Julia liessen sich am Töff-Anlass von Bodypainter Stephan Beutler bemalen. (Bild: Stefan Kammermann)

Viele Fans mit dabei

«Wir sind rundum zufrieden», zieht OK-Präsident Jürg Burkhart am Sonntag Bilanz. Vorab am Freitag- und Samstagabend hätten so viele Motorradfans wie noch nie das Festgelände auf dem Thuner Waffenplatz besucht. Burkhart spricht geschätzt von insgesamt rund 3000 Leuten. Und weiter: «Es ist alles ruhig, sehr stimmig und ohne Zwischenfälle abgelaufen.» Wie er weiter ausführt, will das OK am zweijährigen Rhythmus festhalten und im Jahr 2021 am selben Standort die nächste Beo Bike Week organisieren.

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