Zum Hauptinhalt springen

Kolumne von Markus SommAm Ende des Lateins

Der kostspielige Lockdown, den wir jetzt langsam hinter uns haben, lässt sich nicht wiederholen.

Es ist unklar, wie viel der Lockdown zur Eindämmung der Pandemie tatsächlich gebracht hat: Geschlossenes Restaurant in Zürich (28. April 2020).
Es ist unklar, wie viel der Lockdown zur Eindämmung der Pandemie tatsächlich gebracht hat: Geschlossenes Restaurant in Zürich (28. April 2020).
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Eine Studie der amerikanischen Bank J.P. Morgan hat untersucht, wie sich in verschiedenen Ländern und US–Bundesstaaten die Infektionsraten des Coronavirus entwickelt haben, nachdem der Lockdown aufgehoben worden war. Dabei wurde berücksichtigt, dass sich zuverlässige Aussagen erst nach einigen Tagen machen lassen, da man eine Ansteckung bloss mit einer gewissen Verzögerung nachzuweisen vermag. Praktisch überall, so stellten die Forscher fest, sanken die Infektionsraten weiter, wie sie sich schon vorher zurückgebildet hatten. Ob die Geschäfte öffneten oder nicht, ob die Leute wieder zur Arbeit fuhren oder nicht: Es änderte sich einfach nichts. Zu einem erneuten Anstieg, wie befürchtet, kam es nirgendwo.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.