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Erste Afrikanerin im Ski-WeltcupSabrina Simader siegt über die Rassisten

Die Kenianerin fährt als einzige Schwarze gegen die Weltbesten – und bekam ständig abschätzige Kommentare zu hören. Nun will Sabrina Simader junge Frauen in Afrika inspirieren.

In den letzten Jahren reduzierte Sabrina Simader den Rückstand auf die Weltbesten: Vergangenen Dezember im Super-G von St. Moritz waren es «nur» noch fünf Sekunden.
In den letzten Jahren reduzierte Sabrina Simader den Rückstand auf die Weltbesten: Vergangenen Dezember im Super-G von St. Moritz waren es «nur» noch fünf Sekunden.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)

Sie ist entsetzt. Und wütend. Aber vor allem eines: sehr traurig. «Im Jahr 2020 sollte die Menschheit weiter sein», sagt Sabrina Simader. Sie spricht von der Rassendiskriminierung, die es noch immer gibt auf vielen Flecken dieser Erde. Körperliche und verbale Gewalt gegen Schwarze bestürzt die 22-Jährige. «Viele Leute sind zu wenig tolerant. Sie haben einen sehr beschränkten Horizont.»

Simader ist Keniaerin und die erste Afrikanerin im Ski-Weltcup. Auch sie hat Ablehnung und Ausgrenzung erfahren nach dem Umzug zum Stiefvater nach Österreich, sie gingen durch Mark und Bein. Es gab deplatzierte Kommentare von Offiziellen, von Eltern anderer Kinder, aber auch direkt von den Konkurrentinnen. Nach einem FIS-Rennen sagte eine Fahrerin zu ihrem Vater: «Ich war sogar langsamer als diese Negerin. Das ist peinlich, ich kann ja gleich aufhören.»

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