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Langenthaler WortgeschichtenAnken

Halb daneben ist fast getroffen: An dieser Stelle interpretiert Stadtliterat Alexander Estis Mundartwörter auf seine Weise.

Anken ist menschlich. So sieht Mundart in den Augen des Lydia-Eymann-Stipendiaten 2020/21 aus.
Anken ist menschlich. So sieht Mundart in den Augen des Lydia-Eymann-Stipendiaten 2020/21 aus.
Bild: PD/Alexander Estis

Ich kenne Anken schon sehr lange. Als wir uns begegneten, war sie eine junge Schwedin. Sie duftete nach morgendlicher Frische, nach unberührter Weide, ihre Haut war weich, weiss, streichzart; sie schien zwar skandinavisch kühl, doch wenn ich Anken mit heissen Armen umarmte, schmolz sie dahin. Wir assen zusammen Brötchen; dann heirateten wir. Erst vor kurzem erfuhr ich, dass Anken eigentlich ein Er ist.

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Bei ihm ist das «Öppis» ein Tier. Und von «Anken» ist ihm vor allem ihre weiche Haut in Erinnerung geblieben. Ein bundesdeutsches Ohr, sagt Alexander Estis, glaube eben nicht selten, die Bedeutung schweizerdeutscher Begriffe anhand ähnlich klingender hochdeutscher Wörter oder Wortteile wenigstens ungefähr erraten zu können.

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