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5G-Antennen in UnterseenAntennengegner ziehen vor das Verwaltungsgericht

Das Verwaltungsgericht muss sich mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard auseinandersetzen. Die Beschwerdeführer aus Unterseen bleiben nach zwei abschlägigen Entscheiden hartnäckig.

Das wollen die Einsprecher verhindern: Ein Mitarbeiter der Swisscom montiert eine 5G-Antenne.
Das wollen die Einsprecher verhindern: Ein Mitarbeiter der Swisscom montiert eine 5G-Antenne.
Foto: Keystone

Die Gegner der geplanten beiden 5G-Mobilfunkantennen an der Beatenbergstrasse in Unterseen lassen sich von den abschlägigen Entscheiden von Regierungstatthalteramt (im Juli 2019) sowie kantonaler Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion nicht abhalten. Sie machen den nächsten Schritt und ziehen ihre zweifach abgewiesene Beschwerde vor Verwaltungsgericht.

«Zum ersten Mal muss sich jetzt im Kanton Bern ein Gericht mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard auseinandersetzen.»

Walter Seiler, Beschwerdeführer

«Zum ersten Mal muss sich jetzt im Kanton Bern ein Gericht mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard auseinandersetzen», schreibt Walter Seiler. Er ist einer der Beschwerdeführer im Namen einer der Einsprechergruppen gegen den Neubau einer Mobilfunkantennenanlage an der Beatenbergstrasse 39 A. Er spricht von über 200 Anwohnerm, welche dagegen seien, «dass die beiden Antennen bewilligt und in Betrieb genommen werden».

Es seien «viele rechtliche, technische und gesundheitliche Fragen im Zusammenhang mit 5G ungeklärt», monieren die Beschwerdeführer. «Die nötigen Vollzugshilfen für 5G (Bemessungsgrundlagen und Messvorschriften) fehlen», heisst es in einem Medientext weiter.

«Gutachten neutraler Experten» gefordert

Fachliche Unterstützung erhalten die Unterseener Antennengegner vom schweizweit tätigen
Verein «Schutz vor Strahlung», wie der Meldung von Walter Seiler zu entnehmen ist. Juristisch berufen sie sich auf ein Rechtsgutachten der aargauischen Anwaltskanzlei Pfisterer & Fretz.

Diese ist zum Schluss gekommen, «dass die behördlichen Verordnungen zur Einführung des 5G-Standards und die damit verbundene Privilegierung der neuartigen adaptiven Antennen nicht rechtmässig sind». Die Beschwerdeführer sind überzeugt: «Weil der Bund selbst Mehrheitsaktionär des Branchenleaders Swisscom ist, sind dazu Gutachten neutraler Experten notwendig.»

(pd/sp)