«Apple muss Strafzölle für Mac-Pro-Bauteile aus China zahlen»

Nachdem der Konzern die Endmontage kurzerhand nach China verlagert hat, besteht der US-Präsident auf der Zahlung von Importzöllen.

Ein Arbeiter in einer chinesischen Fabrik, die Gehäuse, Tablets und Laptops für Apple produziert.

Ein Arbeiter in einer chinesischen Fabrik, die Gehäuse, Tablets und Laptops für Apple produziert.

(Bild: Keystone ALEKSANDAR PLAVEVSKI)

US-Präsident Donald Trump hat Strafzoll-Ausnahmen für Apple-Bauteile aus China eine Absage erteilt. Der Konzern werde keine Befreiung oder einen Nachlass bei den Strafzöllen für chinesische Bauteile für den Computer Mac Pro erhalten.

Das twitterte Trump am Freitag. Die USA und China befinden sich seit mehr als einem Jahr in einem erbitterten Handelsstreit, in dem sich die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt gegenseitig mit hohen Strafzöllen überziehen.

Apple hatte in der vergangenen Woche beim US-Handelsbeauftragten eine Befreiung von den Zöllen beantragt. Bestimmte Bauteile für den neuen Mac Pro können nach Angaben des Konzerns nur aus China importiert werden.

Trump bekräftigte am Freitag seine Forderung, Apple solle die Produktion der Bauteile einfach in die USA verlegen. «Als ich gehört habe, dass sie in China bauen wollen, habe ich gesagt: Wenn ihr euer Produkt in die USA schickt, werden wir euch mit Zöllen belegen», sagte der US-Präsident vor Journalisten.

Trump äusserte sich zugleich anerkennend über Apple-Chef Tim Cook. Cook sei ein Mensch, für den er viel Zuneigung und Respekt habe, sagte Trump. «Wir werden es lösen», fügte er mit Blick auf das Strafzoll-Problem hinzu. «Ich denke, sie werden ankündigten, dass sie eine Fabrik in Texas bauen werden. Wenn sie das tun, werde ich sehr zufrieden sein.»

nag/sda

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