Arbeiten über 65: Lässt sich damit eine AHV-Rente erhöhen?

Die Antwort auf eine Leserfrage zum Thema Vorsorge.

Arbeitnehmerinnen bereiten sich in einem Seminar der Pro Senectute auf das Pensionsalter vor. Foto: Christian Beutler

Arbeitnehmerinnen bereiten sich in einem Seminar der Pro Senectute auf das Pensionsalter vor. Foto: Christian Beutler

Andrea Fischer@tagesanzeiger

Mein Mann hat seine AHV-Rente zwei Jahre vorbezogen. Dadurch wurde sie ihm gekürzt. Inzwischen ist er über 65 und arbeitet wieder. Da er mehr verdient als den AHV-Freibetrag, muss er wieder Beiträge in die AHV zahlen. Nun wüsste ich gern, ob ihm diese Beiträge angerechnet werden und er so die Rentenkürzung wettmachen kann.

Nein, die Kürzung lässt sich nicht korrigieren. Die Beiträge, die Ihr Mann jetzt wieder in die AHV einzahlt, verändern seine Rente nicht mehr. Das ist grundsätzlich so: Sobald man die AHV-Rente bezieht, bleibt diese so, wie sie ist. Mit nachträglichen Beiträgen lässt sich die Rente nicht mehr erhöhen.

Es gibt nur eine Möglichkeit, die AHV-Rente nach dem Rentenalter noch zu erhöhen: indem man den Rentenbezug hinausschiebt. Durch den Aufschub wächst die Rente kontinuierlich an, auch wenn man nicht weiterarbeitet und keine AHV-Beiträge mehr zahlt. Der Aufschub muss mindestens ein Jahr betragen und kann nicht länger als fünf Jahre sein.


Andrea Fischer beantwortet Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht. Senden Sie sie an geldundrecht@tamedia.ch

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt