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Wirtschaft im OberlandArbeitslosenquote geht wieder zurück

Im Juni ist die Arbeitslosigkeit – saisonal bedingt – teils deutlich gesunken. Davon profitieren im Kanton Bern vor allem die Oberländer Verwaltungskreise.

Mit dem Ende des Lockdown hat auch die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gastronomie wieder zugenommen (Symbolbild). Im Bild 
eine Aufnahme eines Restaurants auf dem Thuner Mühleplatz.
Mit dem Ende des Lockdown hat auch die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gastronomie wieder zugenommen (Symbolbild). Im Bild
eine Aufnahme eines Restaurants auf dem Thuner Mühleplatz.
Foto: Patric Spahni

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im vergangenen Monat um 521 Personen auf 14’453 gesunken. Dies hat die kantonale Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion (WEU) am Mittwoch mitgeteilt. Die Arbeitslosenquote ging damit von 2,6 auf 2,5 Prozent zurück; schweizweit erfolgte ein Rückgang von 3,4 auf 3,2 Prozent.

«Nach dem starken Anstieg in den Vormonaten aufgrund der Coronavirus-Krise war die Arbeitslosigkeit im Juni erfreulicherweise in allen Branchen stabil oder rückläufig», hält die WEU fest. Den stärksten Rückgang habe das Gast- und Baugewerbe verzeichnet. Bereinigt um jahreszeitliche Effekte blieb die Arbeitslosigkeit allerdings konstant – bei 2,8 Prozent.

Vor allem das Oberland profitiert

Die WEU führt die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt insbesondere auf die Lockerungen der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zurück. Im Gast- und Baugewerbe sei die Nachfrage nach Arbeitskräften aus saisonalen Gründen am stärksten gestiegen.

In acht von zehn Verwaltungskreisen ging die Arbeitslosigkeit zurück. Einzig in den Kreisen Biel und Jura bernois blieb sie stabil. Das Spektrum der Arbeitslosenquote reicht von 1,4 (Frutigen-Niedersimmental) bis 4,2 Prozent (Biel). Im Juni waren im Verwaltungskreis Thun 1137 Personen ohne Arbeit (-74), in Obersimmental-Saanen 158 (-86), in Frutigen-Niedersimmental 313 (-47) und in Interlaken-Oberhasli 664 (-140).

Verglichen mit dem Juni 2019 sind laut der Wirtschaftsdirektion 5241 Personen mehr arbeitslos. Aufgrund der aussergewöhnlichen Lage trafen 198 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 1564 Beschäftigte (Mai: 522 Gesuche, 4803 Beschäftigte).