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Thuner ZonenplaninitiativeArmasuisse und Avag erheben Einsprache

Die Zonenplaninitiative soll den geplanten Abfallsammelhof im Lerchenfeld verhindern. Nun erheben die Avag und die Armasuisse Einsprache gegen das Volksbegehren.

Auf dieser Parzelle im Lerchenfeld in Thun ist ein neuer regionaler Abfallsammelhof geplant. Die Zonenplaninitiative soll dies verhindern.
Auf dieser Parzelle im Lerchenfeld in Thun ist ein neuer regionaler Abfallsammelhof geplant. Die Zonenplaninitiative soll dies verhindern.
Foto: Christoph Gerber

Spätestens im Juni 2021 kommt die sogenannte Zonenplaninitiative zur Abstimmung an die Urne. Sofern dies dann überhaupt noch nötig ist, denn das Volksbegehren wird davor noch im Stadtrat behandelt. Dieser kann das Anliegen ebenfalls gutheissen.

Unlängst fand nun die öffentliche Planauflage zur Initiative statt. «Bei uns sind zwei Einsprachen eingegangen – eine von der Armasuisse und eine von der Avag», sagt Stadtplanerin Susanne Szentkuti auf Anfrage. Bei der Armasuisse handelt es sich um die Landbesitzerin der Parzelle, die zwischen der Allmendstrasse, der A6 und dem Fussballplatz des FC Lerchenfeld liegt. Die AG für Abfallverwertung (Avag) wiederum ist die Baurechtsnehmerin für den dort geplanten regionalen Abfallsammelhof mit Recyclingcenter. Beide sind durch die Initiative direkt betroffen und daher einspracheberechtigt.

Doch noch der Rückzug?

Gemäss Susanne Szentkuti übernimmt die Stadt bei den anstehenden Einspracheverhandlungen zwischen den Einsprechern und den Initianten lediglich die Rolle der Moderatorin. «Wegen der sogenannten Unverletzbarkeit der Initiative gibt es keine Möglichkeit, deren Text anzupassen. Die Initianten könnten ihr Begehren allerdings zurückziehen», erklärt Szentkuti das weitere Vorgehen. Geschieht dies nicht, kommt das Anliegen wie erwähnt in den Stadtrat und allenfalls vors Volk.

Die Zonenplaninitiative ist im vergangenen Dezember mit über 1600 gültigen Unterschriften eingerecht worden. Sie zielt darauf ab, die Parzelle, die heute in einer Zone für Arbeiten liegt, in eine Zone für Sport- und Freizeitanlagen umzuzonen – um damit den Bau des Abfallsammelhofs zu verhindern. Hinter dem Anliegen steht ein elfköpfiges Komitee, das sich aus direkt oder indirekt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern zusammensetzt.