Rakete und Fasnächtler sind startklar

Langenthal

Letzte Nacht wurde im Langenthaler Onyx-Kreisel eine Rakete startklar gemacht. Am Choufhüsi hängen die Cliquenfenster. Und die Wagenbauer trafen sich zum Apéro.

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Schon seit zwei Nächten ist Langenthal blau. Jawohl, wegen der Fasnächtler. Aber nicht so, wie es deren Gegner schon immer vorausgesagt haben. Nein. Die Fassaden des Choufhüsi und neu auch jene vis-à-vis bei der UBS sowie über der Papeterie Bader sind nachts in farbiges Licht getaucht. Toll sieht es aus. Vom Balkon des Bären nimmt Cäsar die ersten Huldigungen des Volkes entgegen. Unten zeigen Wegweiser nach Gallien, Britania, Rom und zum Würgerkeller. Drinnen hält sich kurz vor der Fasnacht das Gerücht, im Bären gebe es vor 11 Uhr keinen Alkohol mehr. «Stimmt», sagt Direktor Disu Stampfli lachend. «Und zwar schon seit vielen Jahren.» Warum das im Moment Gesprächsthema ist, kann er sich auch nicht erklären. Im Bären wird effektiv nur zu besonderen Anlässen oder für besondere Gäste am Morgen schon Alkohol serviert. Daran soll selbst die Fasnacht wenig ändern.

Ein paar Schritte weiter kann bei L’Eleganza die diesmal bunte Langatuner Fasnachtsuhr erstanden werden, graviert und in limitierter Auflage selbstverständlich. Und noch ein paar Schritte weiter überbordet die Fasnachtsstimmung im Chrämi: Heisst das doch jetzt tatsächlich «Chrämairhuus».

Amputation im Kunsthaus

Um 19 Uhr hätte es im Kunsthaus losgehen sollen. Aber da waren praktisch sämtliche Cliquenfenster schon längst montiert. Die Vändiulüfter kamen gleich mit einer Hebebühne. Die Dätsch Clique dagegen musste ihrer Figur mit dem Messer Narrenkappe und Nase abschneiden, damit sie durch die Tür passte. Die Kunstwerke am Kunsthaus bleiben bis Mittwoch. In der Markthalle feierten anschliessend die Wagenbauer den Abschluss ihrer Arbeiten.

Im Dunkeln der Nacht machte sich die Bärenbande zu schaffen. Sie schmückte den Onyx-Kreisel. Diesmal ist es buchstäblich eine Rakete. Wie bei der Nasa üblich, musste auf eine Modularbauweise zurückgegriffen werden. Probleme gabs höchstens mit einigen Autofahrern – vielleicht weil gleich ein halbes Dutzend Frauen den Verkehr regelte.

Berner Zeitung

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