Der erste Sieg von Marc Stutzmann

Grindelwald

Die 20. Eiger Bike Challenge wurde von Marc Stutzmann und Esther Süss gewonnen. Dritter wurde der Sigriswiler Hansueli Stauffer. Die beiden Thunerinnen Ariane Lüthi und Cornelia Hug fuhren auf die Ehrenplätze.

Die drei Besten: Sieger Marc Stutzmann, flankiert vom zweiten Adrien Chenaux (l.) und dem drittklassierten Hansueli Stauffer.

(Bild: Peter Russenberger)

Die imposante Hochgebirgskulisse rund um Grindelwald präsentierte sich bei der gestrigen 20. Eiger Bike Challenge im strahlenden Sonnenschein. Hier, mit Blick zur gigantischen Eigernordwand, 88 Kilometer bei 3900 Metern Höhendifferenz mit dem Bike zu bewältigen, ist ein einzigartiges Erlebnis.

Das Organisationskomitee um Präsident Walter Gottier bot den rund 1300 Teilnehmenden neben der Königsklasse auch Rennen über die mittlere Distanz von 55 (2500 Höhenmeter) und die Kurzdistanz über 22 Kilometer (1000) an. Und im samstäglichen Rahmenprogramm kamen ein Dorfsprint und eine Trialshow zur Austragung.

Favorit wurde zum Pechvogel

Topfavorit der zur Swiss Bike Marathon Series zählenden Eiger Bike Challenge war Seriensieger Urs Huber. Wer erinnert sich nicht an die heissen Duelle des fünffachen Siegers mit seinem inzwischen zurückgetretenen Dauerrivalen Lukas Buchli? Der Vorjahreszweite Hansueli Stauffer und der Dritte Marc Stutzmann trachteten danach, der imponierenden Siegesserien des dreifachen Bike-Marathon-Schweizer-Meisters und Cape-Epic-Siegers vom Vorjahr bei seinem Heimrennen nun endlich ein Ende zu setzen.

Weil Pechvogel Huber das Rennen wegen eines Rahmenbruchs aufgeben musste, sah es bis zu den Serpentinen nach Alpbiglen hinauf so aus, dass der Sigriswiler Hansueli Stauffer sein Oberländer Heimrennen endlich gewinnen kann. «Ich gewann den Bergpreis und führte mit rund 15 Sekunden Vorsprung vor Verfolger Marc Stutzmann. Weil ich fand, dass wir uns zu zweit besser absetzen konnten, liess ich Marc aufschliessen», verriet der Bixcs-Pro-Team-Biker.

Doch in der entscheidenden Rennphase wurde es Stauffer so übel, dass er erbrechen und deshalb seinen Begleiter Marc Stutzmann ziehen lassen musste. Der in Rüfenacht lebende Thuner Westämtler bekundete in der Folge keine Mühe, seinen ersten Sieg in Grindelwald heimzufahren. «Ich freue mich riesig, dass ich dieses Superrennen endlich einmal gewinnen durfte», sagte Thömus-Racing-Team-Elitebiker. Als Dritter kam der Stadtfreiburger Adrien Chenaux im Grindelwalder Village Bärplatz an.

Süss eine Klasse für sich

Bei den Frauen war Langstreckenspezialistin Esther Süss aus Küttigen eine Klasse für sich. Die 43-jährige Marathonweltmeisterin von St. Wendel 2010 kam im Eigerdorf zu ihrem fünften Sieg. Süss, die früher im Cross Country Racing und später im Langdistanz-Biking eine Seriensiegerin ist, ist die Grande Dame des Schweizer Mountainbikesports. Zweite wurde die Thunerin Ariane Lüthi, die neben Schweizer Meisterin auch schon Capie-Epic-Siegerin war.

Dritte – sie scheint diesen Rang in Grindelwald abonniert zu ­haben – wurde einmal mehr die in Unterlangenegg wohnende Thunerin Cornelia Hug. Die ­Racing-Club-Steffisburg-Bikerin liess mit Siegen beim Nationalpark-Marathon, beim UCI-Bike-Marathon Alpnach und Swiss Epic Zermatt-Verbier auf­horchen.

Resultate: www.eigerbike.ch

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