Bewährung aufgehoben – Raser härter bestraft

Urteil mit Signalwirkung: Zwei deutsche Autoraser sehen einer Gefängnisstrafe entgegen.

19-jährige Velofahrerin getötet: Ein Kreuz in Mönchengladbach nahe der Unfallstelle. (19. Juni 2017)

19-jährige Velofahrerin getötet: Ein Kreuz in Mönchengladbach nahe der Unfallstelle. (19. Juni 2017)

(Bild: Keystone Federico Gambarini)

Die zu Bewährungsstrafen verurteilten Kölner Autoraser müssen eine Inhaftierung fürchten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob in einer am Donnerstag in Karlsruhe verkündeten Entscheidung die Aussetzung der Strafen zur Bewährung auf und verwies das Verfahren zurück an das Landgericht Köln. Die beiden Männer müssen nun damit rechnen, dass sie ihre Haftstrafen verbüssen müssen.

Das Landgericht Köln hatte die beiden Autoraser wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Sie waren im April 2015 bei einem illegalen Autorennen in der Stadt für den Tod einer 19-jährigen Velofahrerin verantwortlich.

Rennen vorsätzlich gefahren

Der BGH begründete die Aufhebung der Bewährung damit, dass die Angeklagten den Tod ihres Opfers zwar fahrlässig verursacht, das Rennen aber vorsätzlich gefahren und die Gefahr durch ihre aggressive Fahrweise bewusst herbeigeführt hätten. Das Landgericht hätte zudem bedenken müssen, wie sich eine Strafaussetzung zur Bewährung auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirke.

chi/AFP

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