Jugend forscht

Der FC Lerchenfeld gehört in der 2. Liga interregional schon zum Inventar. Auch in der am Freitag beginnenden Saison versuchen die Thuner eine gute Rolle zu spielen. Mit einem sehr jungen Team.

Der FC Lerchenfeld möchte auch in der nächsten Saison möglichst viel jubeln.

(Bild: Max Füri)

Jammern nützt nichts. Das findet auch Bruno Feller. Der Trainerfuchs des FC Lerchenfeld hat in seiner erfolgreichen Karriere schon so einiges erlebt. Da vermag ihn eine eher suboptimal verlaufene Vorbereitung auf die neue Saison überhaupt nicht zu stressen. «Viele Spieler können noch gar nicht bei hundert Prozent sein, weil sie erst seit kurzem im Trainingsbetrieb integriert sind», erklärt Feller.

Das sei aber nichts Neues für ihn. «Im Amateurfussball gehören Ferienabsenzen ganz einfach dazu, damit muss man sich als Trainer auch arrangieren können und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.»

Allerdings wogen die Absenzen in diesem Sommer besonders schwer, weil in den Vorbereitungsspielen sehr oft die gleichen Fussballer unter den teilweise unfassbar heissen Bedingungen zum Einsatz kamen. «Das ging bei einigen schon an die Substanz, war teilweise sicher belastend. Aber auch hier gilt: jammern bringt nichts.»

Aushängeschild im Oberland

Der FC Lerchenfeld gehört in der 2. Liga interregional mittlerweile zum Inventar. Seit Jahren spielen die Thuner eine hervorragende Rolle in der fünfthöchsten Liga der Schweiz, haben sich zudem als regionales Aushängeschild des Berner Oberländer Fussballs etabliert. Ein gehöriger Anteil der Erfolgsgeschichte geht dabei auf die Kappe von Feller, welcher die Geschicke des FCL mittlerweile bereits seit sechs Jahren leitet.

«Mit Prognosen für die neue Saison bin ich immer sehr, sehr vorsichtig», sagt Feller. Klar sei aber, dass für seine junge Mannschaft in der kommenden Spielzeit der Klassenerhalt allerhöchste Priorität geniesse. «Da müssen wir realistisch sein. Es wäre schön, wenn wir eine sorgenfreie Saison ohne Abstiegskampf erleben könnten.»

Allerdings haben die Thuner durchaus einen Aderlass zu beklagen. Einige wichtige Leistungsträger müssen ersetzt werden. Der Altersdurchschnitt der Mannschaft ist dabei im Vergleich zur letzten Saison nochmals ein bisschen gesunken, beträgt laut Feller im Moment keine 22 Jahre mehr.

Erfahrung verloren

«Wir haben nochmals etwas an Erfahrung verloren. Ich hoffe, dass dies nicht zu schwer ins Gewicht fallen wird», sagt Coach Feller. Der routinierte Torhüter David Moser (29) zieht es zu ­Muri-Gümligen, ersetzt wird er durch Diego Schaad, der beim Promotionsligisten FC Breitenrain als Ersatzgoalie gespielt hatte.

Mit Verteidiger Simon Moser (30) tritt ein weiterer Routinier kürzer, und auch auf Abwehrspieler Philipp Fischer (24), der verletzungsbedingt ausfällt, muss Coach Feller in Zukunft verzichten. Zudem verliessen mit Rafael Bräm (zu Biel) und Raffael Sablatnig (zu Thun U-21) zwei hoffnungsvolle Talente den Verein.

Neu zur Equipe stossen mit Leonard Zenuni (24) ein wuchtiger Offensivspieler mit Wasserverdrängung und mit Kai Knuchel ein talentiertes 18-jähriges Eigengewächs fürs Mittelfeld. «Routinierte Teams haben in dieser Liga in der Regel sicher einen Vorteil», sagt Feller.

Nichtsdestotrotz werden die Thuner versuchen, ihren Platz in der 2. Liga inter neu zu finden und zu behaupten. So, wie sie es in den letzten Jahren immer hinbekommen haben. Dann wird es Ende Saison auch keinen Grund geben zu ­jammern.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt