Schwäbischer Überflieger ohne Flügeltüren

Mit dem neuen Mercedes GT räubert AMG im Revier des Porsche 911.

Mercedes-AMG GT: Der Neuling aus Stuttgart soll mit 462 oder 510 PS gegen den Porsche 911 antreten. Foto: Mercedes-Benz

Mercedes-AMG GT: Der Neuling aus Stuttgart soll mit 462 oder 510 PS gegen den Porsche 911 antreten. Foto: Mercedes-Benz

An Selbstbewusstsein herrscht bei Mercedes kein Mangel: «Wir wissen, dass das Segment der Sportwagen von den Wettbewerbern schon hochkarätig besetzt ist», räumt Thomas Weber ein. Aber für den Daimler-Entwicklungschef ist das Ansporn und Antrieb zugleich. Er will aller Welt beweisen, zu welcher Performance seine Mannschaft fähig ist, und lässt deshalb jetzt den neuen GT von der Leine. Im kleinen Kreis bei AMG in Affalterbach enthüllt, feiert das Coupé seine Publikumspremiere Anfang Oktober auf dem Pariser Salon und kommt im Frühjahr 2015 auf die Strasse.

4,64 Meter lang, bis 510 PS stark

Zwar nutzt der GT denselben Aluminium-Spaceframe wie der SLS und fährt ebenfalls als Front-Mittelmotor-Sportwagen mit Transaxle und Heckantrieb vor. Doch die Positionierung ist diesmal eine andere: War der SLS Traumwagen und Showstar und deshalb mit den spektakulären Flügeltüren ausgestattet, so will der GT ein ernsthafter Sportwagen sein.

Kompakter, nicht mehr ganz so opulent motorisiert, aber dafür stärker aufs Fahren fokussiert, zielt er nicht mehr auf Ferrari und Konsorten, sondern räubert erstmals ernsthaft im Revier des Porsche 911. Für die Kunden hat das zwei Vorteile: Der GT dürfte noch besser auf der Strasse liegen als sein Vorgänger, und er wird viel billiger.

Kein Mainstream

Angst, im Mainstream unterzugehen, muss man mit diesem Mercedes trotzdem nicht haben. Zu breit ist der Bug, zu lang die Haube, zu schlank die Flanke und zu knackig die Kehrseite, als dass der GT nicht zum Blickfang werden würde. Und innen wartet er mit allem Luxus auf, den man bei Mercedes gewohnt ist.

Aber keine Sorge, die Sportlichkeit kommt nicht zu kurz: Selbst wenn der komplett neu entwickelte V8-Motor nur noch 4,0 statt 6,3 Liter Hubraum hat. Nicht umsonst spendiert AMG dem neuen Triebwerk zwei Turbos, die erstmals bei einem Sportwagen mitten im V des Motorblocks montiert sind. Sie holen im Basismodell 462 PS aus den Zylindern. Wer den GT S bestellt, der kann sogar auf 510 PS bauen: Mit einer Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 3,8 Sekunden sieht der GT S im Stuttgarter Duell besser aus denn je.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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