Englischer Garten: Umgestaltung beginnt

Interlaken

2011 begann die Planung für die Zukunft des Gartens. Nun werden die Pläne in die Tat umgesetzt.

Nun wird der Englische Garten in Interlaken umgestaltet. (Archivbild)

Nun wird der Englische Garten in Interlaken umgestaltet. (Archivbild)

(Bild: Monika Hartig)

An seiner Dezember-Sitzung 2018 genehmigte der Grosse Gemeinderat Interlaken (GGR) 1,6 Millionen Franken für die Umgestaltung des Englischen Gartens zwischen Aare und Ostbahnhof. Die Planung für eine Anpassung des kleinen Belle-Epoque-Parks an die Bedürfnisse der heutigen Benutzer und die Ergänzung des durch Stürme reduzierten Baumbestandes begann schon 2011.

Wegen dringenderer Investitionen stellte die Gemeinde das Projekt aber immer wieder zurück, bis die verlängerte Baubewilligung auszulaufen drohte und der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee (UTB) half, in Tourismuskreisen und bei weiteren Interessierten Spenden für das Projekt aufzutreiben, das Mensch und Natur, Touristen und Einheimischen, Jung und Alt dienen soll.

Rücksicht auf Natur

Anders als manche Gemeindeparlamentarier im Dezember noch befürchtet hatten, wurde kein Referendum gegen das Projekt ergriffen, das nicht der blanken Not entsprang, sondern dem Wunsch nach mehr Lebensqualität und Schönheit.

Nun ist es so weit, wie der Interlakner Bauverwalter Stefan Meier am Mittwoch den Medien mitteilte: «Der Englische Garten in Interlaken wird ab Sommer 2019 bis Anfang 2020 umgestaltet. Die Aufenthaltsqualität wird verbessert, Zugänge zum Wasser werden geschaffen, und der Garten sowie das Ufer werden ökologisch aufgewertet.»

Als erstes wird schon Mitte März ein kranker Baum gefällt, und die Ufermauer wird zum Schutz der Mauer von Bewuchs befreit. «Die Rodungsarbeiten sind mit der kantonalen Abteilung Naturförderung und weiteren Fachstellen koordiniert», erläutert Stefan Meier. «Bis Ende März müssen die Arbeiten aufgrund der Brutzeit der Vögel abgeschlossen sein.»

Gerodete Bäume werden durch einheimische, standortgerechte Bäume ersetzt. Im Uferbereich der Aare werden Totholzstrukturen und Blockgruppen angeordnet, um den Lebensraum der Äschen und anderer Fische aufzuwerten. Für den besseren Zugang zum Wasser werden eine Plattform und eine Treppe zur Aare gebaut. Neue Sitzbänke entlang der Wege ergänzen das Angebot an Verweilmöglichkeiten.

Spielplatz liegt öffentlich auf

Weiter weist der Bauverwalter darauf hin, dass derzeit ein Projektänderungsbegehren öffentlich aufliegt. «Durch eine Erweiterung des Englischen Gartens im hinteren Bereich sollen weitere Nutzungsmöglichkeiten angeboten werden. Neben einem Grillplatz mit Tisch- und Bankgarnituren entsteht eine verwunschene Spiellandschaft zwischen Sträuchern und Blumenwiesen.

Im vorderen Bereich bei der Ländte ergänzt ein Wasserbecken den Platz zwischen geschwungenen Sitzbänken.» Diese Nutzungen wurden erst nach der Sanierung des ARA-Pumpwerks möglich, das nun nicht mehr stinkt; im Kredit sind sie bereits berücksichtigt.

Spendenaktion läuft weiter

Als der GGR den 1,6-Millionen-Kredit im Dezember sprach, lagen Spendenzusagen von einer halben Million Franken vor. «Wir fragen aber noch laufend weitere Institutionen an», erklärt Gemeinderat Kaspar Boss auf Anfrage.

«Und an den Jubiläumsfestivitäten vom 26./27. April in Interlaken-Ost zu 20 Jahren Entwicklungsschwerpunkt können auch Private Spendenzusagen machen.» Die Gemeinde wird am Anlass auch detaillierter über das Projekt orientieren.

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