Restaurant Eiger öffnet mit neuem Konzept

Das Restaurant Eiger am Eigerplatz eröffnet am 8. Oktober mit einem südlichen Konzept, bei dem Gäste auch teilen können.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Im Restaurant Eiger, das in zwei Wochen neu eröffnet wird, fühlt man sich derzeit wie in Paris: Wer drinnen steht, fühlt, wie der Boden leicht bebt. Allerdings kommt das Beben nicht von einer darunter durchfahrenden U-Bahn, sondern von den Baumaschinen, die derzeit den Eigerplatz umgestalten.

«Die Intensivbauphase soll bald abgeschlossen sein», sagt 43-jährige Michel Gygax stellvertretend für die vierköpfige KG Gastrokultur GmbH, die das Restaurant führen wird. Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf Lebensmittelverwertung: Damit möglichst wenig weggeworfen wird, steht auf ihrer Karte ein Überraschungsmenü «rübis und stübis», das am Mittag ab 11 und abends ab 18 Franken bestellbar ist. Die Karte ist klein, damit alles frisch produziert werden kann.

Nicht nur auf dem Eigerplatz herrscht Tüchtigkeit, sondern auch im Lokal: Die 30-jährige Geschäftsführerin Luisa Neuenschwander, die ihr Studium an der Hotelfachschule in Thun absolvierte und zuletzt im «Toi et moi» am Bahnhofplatz gearbeitet hat, sitzt am Laptop. Ihr Stellvertreter, der 29-jährige Jonas Staub, den man vom Pop-up-Projekt Tiramisù kennt, streicht die Schieferplatten neu. Benni Blaser, der 26-jährige Küchenchef, bestellt gerade Gewürze. Abwesend ist Souschef Daniel Wälchli, der bis im Juni im Kapitel am Bollwerk kochte und am Kitchenbattle mit seinem Können Punkteköche in den Schatten stellte.

Der Eiger ist für die KG Gastrokultur das fünfte Restaurant, das sie in der Stadt Bern führen:

Die KG Gastrokultur ist seit 2007 in Bern ein Begriff, als sie das Le Beizli in den Vidmarhallen übernahmen. «Wir haben jetzt knapp 40 Vollzeitstellen, sind aber nicht auf Wachstum aus», sagt Gygax. Lieber wollen sie die Welt ein wenig verbessern: beispielsweise mit ihrer Zusammenarbeit mit Caritas, bei der regelmässig Asylsuchende Praktika in ihren Betrieben absolvieren. Oder ihr Engagement für das Projekt «Wasser für Wasser», welches in Sambia an Wasserkiosken kostengünstiges Wasser für die Menschen vor Ort anbietet. Das soll im Eiger und im Du Nord eingeführt werden.

Spätes Frühstücken

«Unser Restaurant Du Nord vertritt den Norden, und der Eiger soll nun von der Philosophie her mehr in den Süden», erklärt Gygax. Um diese Philosophie zu erreichen, würden am Mittag zwei Portionengrössen angeboten und am Abend sieben kleinere und acht grössere Menüs. «So können sich die Leute die Teller teilen», erklärt Gygax. Ausserdem soll es jeweils samstags ein «Spätstücken» geben, ein Frühstück ab 11 bis 17 Uhr.

Auch ist eine flexible Preisgestaltung beim 5-Gang-Menü vorgesehen: «Da immer alle am Wochenende auswärts essen gehen, sind unsere Preise unter der Woche tiefer als freitags und samstags», sagt Gygax. So kostet das Menü an Montagen 54 Franken und an Samstagen 66 Franken. Zu jedem Gang wird der Gast auch gleich bei der Getränkebegleitung beraten, dabei bleiben sie nicht nur beim Wein, sondern reichen auch mal ein IPA zum Dessert.

Rund 50 Plätze hat das Restaurant drinnen, und nächsten Sommer werden auch 30 Gäste draussen mit Blick auf den nigelnagelneuen Eigerplatz sitzen können.

Mediterrane Disco zur Eröffnung: Samstag, 8. Oktober, ab 17 Uhr.

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