«Vielleicht sollte der FC Thun gegen uns spielen»

Thun

Am Samstag gehört die Bassfeld-Bühne den britischen Indie-Rockern Kaiser Chiefs. Bassist Simon Rix – ein erklärter Fussballfan – spricht im Interview über Underdogs, eine Dame namens Ruby und seine Motivationstipps für den FC Thun.

Die Kaiser Chiefs mit Bassist Simon Rix (Zweiter von rechts).

Die Kaiser Chiefs mit Bassist Simon Rix (Zweiter von rechts).

(Bild: Danny North/zvg)

Kennen Sie den FC Thun, in dessen Stadion Sie am 12. September auftreten werden?
Simon Rix: Ja, aber ich kann mich nicht erinnern, woher. Vielleicht von der Europacup-Berichterstattung am TV. Oder von einem Fussball-Computerspiel.

Oder von der Champions League: Wie Ihr geliebter Verein Leeds United waren die Thuner ein einziges Mal vertreten. Vor fast genau zehn Jahren verloren sie in London gegen Arsenal, als Dennis Bergkamp in der Nachspielzeit das 2:1 schoss. Löst das bei Ihnen Mitgefühl aus?
Jeder liebt den Underdog. Ich denke, auch Leeds hat viele Leute überrascht, als sie damals in der Champions League so gut spielten (Leeds erreichte 2001 den Halbfinal, die Red.). Es ist schade, kam der FC Thun nicht weiter. Aber das damalige Arsenal-Team war sehr stark – also ist eine Niederlage keine Schande. Bergkamp war ein Genie!

Nun, heute sieht es für den FC Thun ein bisschen anders aus – er liegt derzeit an drittletzter Stelle der obersten Schweizer Liga. Wenn Sie die Möglichkeit hätten – was würden Sie tun, um die Spieler zu motivieren?
Zuerst einmal Gratulation, dass Thun in der obersten Liga spielt. Ich wünschte mir, Leeds würde in England wieder in die Premier League aufsteigen. Ich denke, kein Spieler mag es zu verlieren – also würde ich einfach mit den Spielern ausgehen und Spass haben. Vielleicht sollten sie zu unserem Konzert kommen. Und dann würde ich sie gegen einige Teams antreten lassen, die sie sicher schlagen könnten. Vielleicht sollten sie gegen uns spielen. Ich denke, sie würden viele Tore schiessen.

Thun hat nebst dem FC unter anderem einen See und nahe Berge zu bieten. Was ist wahrscheinlicher – dass die Kaiser Chiefs im See baden gehen oder einen Berg erklimmen?
Ich bin dafür zu haben, einen Berg zu besteigen, wenn wir genügend Zeit haben. Aber am wahrscheinlichsten ist, dass wir ankommen, etwas essen und trinken gehen und schauen, was die Stadt so zu bieten hat. Und am meisten werden wir uns darauf freuen, das Konzert zu spielen.

Apropos Konzert: Werden Sie «Ruby» (vgl. Infobox, die Red.) mitnehmen, oder haben die Kaiser Chiefs langsam, aber sicher die Nase voll von der Dame?
Wir nehmen sie immer mit. Sie ist eine gute Freundin.

Und wie sieht es mit neuen Songs aus? Sie arbeiten ja derzeit an einem neuen Album...
Ja, wir haben mit der Arbeit angefangen. Aber wir werden bis zum nächsten Jahr keinen der Songs live spielen.

Was können die Musikfans von Ihrem Auftritt in der Stockhorn-Arena erwarten?
Wir versuchen immer, diese Dinge nicht zu stark zu verplanen. Natürlich werden wir ein paar Lichter und Instrumente mitbringen, und ich werde eine fantastische Setlist schreiben (schmunzelt). Aber jedes Konzert sollte ein bisschen anders sein. Also müssen wir beurteilen, wie das Publikum und das Wetter sind, wie sich die Leute fühlen – und dann dafür sorgen, dass jeder eine grossartige Nacht hat!

Thuner Tagblatt

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