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175 Kinder in erzkonservativem katholischen Orden missbraucht

Ein Untersuchungsbericht deckt das Schreckliche auf, das im mexikanischen Orden Legionäre Christi geschehen ist. 18 Täter sind weiterhin Mitglieder.

Ordensgründer Marcial Maciel (l.) wird 2004 von Papst Johannes Paul II. gesegnet. Bild: Plinio Lepri (Keystone)
Ordensgründer Marcial Maciel (l.) wird 2004 von Papst Johannes Paul II. gesegnet. Bild: Plinio Lepri (Keystone)

Mitglieder des erzkonservativen katholischen Ordens Legionäre Christi haben in den vergangenen acht Jahrzehnten mindestens 175 Minderjährige sexuell missbraucht. Für die Taten sind 33 Priester und Diakone verantwortlich.

Der verstorbene Ordensgründer Marcial Maciel missbrauchte 60 Minderjährige, wie es in einem am Samstag veröffentlichten Untersuchungsbericht der Kongregation hiess.

Die Opfer waren der Untersuchung zufolge zumeist Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren. Für 45 Betroffene sei ein Prozess zur «Wiedergutmachung und Versöhnung» eingeleitet worden. 18 Täter seien weiterhin Mitglieder der Legionäre Christi, ihnen sei die Arbeit mit Kindern aber untersagt.

Die Untersuchungskommission räumte ein, dass vermutlich nicht alle Missbrauchsfälle in den Reihen der Legionäre Christi aufgedeckt worden seien. Es sei damit zu rechnen, dass weitere Taten ans Licht kommen.

Der mexikanische Geistliche Maciel hatte den Orden 1941 gegründet. Erste Vorwürfe gegen ihn tauchten schon in den 1980er Jahren auf. 2006 wurde er zum Rückzug aus seinem Orden gezwungen. 2008 starb im Alter von 87 Jahren in den USA.

SDA/sep

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