Befehl zum Abzug der US-Truppen aus Syrien unterzeichnet

Die USA machen Ernst: Das Pentagon hat den Abzug der US-Truppen aus Syrien besiegelt.

Stösst mit dem Abzug der US-Truppen bei Verbündeten und auch im eigenen Land auf Unverständnis: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Stösst mit dem Abzug der US-Truppen bei Verbündeten und auch im eigenen Land auf Unverständnis: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

(Bild: AFP Jim Watson)

Der Befehl zum umstrittenen Abzug der US-Truppen aus Syrien ist unterzeichnet. «Das Dekret zu Syrien wurde unterschrieben», sagte ein Pentagon-Sprecher. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will laut Donald Trump die IS-Terrormiliz in Syrien «ausrotten».

Zuvor hatte bereits der TV-Sender CNN unter Berufung auf Quellen im Pentagon über den Rückzugsbefehl berichtet. Zugleich hiess es, der scheidende Verteidigungsminister James Mattis habe dieses Dokument unterschrieben. Wann genau und wie die über 2000 US-Soldaten aus Syrien abgezogen werden, wurde nicht mitgeteilt.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan sicherte nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vollständig zu besiegen. Erdogan habe ihn darüber informiert, dass er «ausrotten wird, was auch immer von ISIS in Syrien übriggeblieben ist », schrieb Trump in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Unsere Soldaten kehren zurück nach Hause!»

IS «weitgehend besiegt

Die beiden Präsidenten hatten sich zuvor in einem Telefonat über die Pläne für einen vollständigen US-Truppenabzug aus Syrien ausgetauscht. Trump hält den auch als ISIS bezeichneten IS für «weitgehend besiegt» und will die rund 2000 US-Soldaten aus Syrien abziehen.

Die Ankündigung zum Abzug durch Trump am Mittwoch stiess nicht nur bei Verbündeten der USA im Kampf gegen den IS auf Unverständnis, sondern ist auch in den Vereinigten Staaten höchst umstritten. Nur einen Tag nach Trumps Ankündigung kündigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt an. Er soll am 1. Januar durch seinen bisherigen Stellvertreter Patrick Shanahan vorübergehend ersetzt werden, wie Trump am Sonntag bekanntgab.

chk/sda

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