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«Alle tun es»

Der Streit um die NSA-Spionage verdeutlicht einen kulturellen Graben: Europäer wollen Schutz vor unerwünschter Öffentlichkeit, Amerikanern ist das Recht auf Öffentlichmachung wichtiger.

«Sie finden wohl oft Dinge, von denen sie gar nicht gewusst haben, dass sie sie suchen»: Hund Elmo (l.) vor einer Wand mit der Aufschrift «streng geheim» bei Google in Zürich. (9. März 2011)
«Sie finden wohl oft Dinge, von denen sie gar nicht gewusst haben, dass sie sie suchen»: Hund Elmo (l.) vor einer Wand mit der Aufschrift «streng geheim» bei Google in Zürich. (9. März 2011)
Reuters
Zeigt sich ahnungslos: US-Präsident Barack Obama.
Zeigt sich ahnungslos: US-Präsident Barack Obama.
AFP
Hier arbeiten die Internet-Spitzel: Der NSA-Hauptsitz in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland.
Hier arbeiten die Internet-Spitzel: Der NSA-Hauptsitz in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland.
Behörden, Reuters
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Oh, diese leidigen Europäer. US-Geheimdienstler haben diese Woche entnervt die Abhörarbeit der National Security Agency verteidigt und in vier Punkten dargelegt, weshalb alle Empörung über die angeblich massenhafte Abschöpfung von Telefonverbindungsdaten in Frankreich und Spanien sowie die Überwachung des deutschen Kanzlerinnenhandys fehl am Platz sei. Erstens habe die europäische Presse die von Edward Snowden veröffentlichten Geheimdokumente schlicht falsch gelesen: «Sie versteht nicht, was sie da in den Händen hält», knurrte NSA-Direktor Keith Alexander am Dienstag vor dem Kongress. In Frankreich und Spanien seien zu keiner Zeit europäische Bürger ausspioniert worden; tatsächlich stamme der Datensatz aus einem gemeinsamen Nato-Programm.

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