Auch Honduras will Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen

Der honduranische Präsident kündigt eine «Erweiterung» der Botschaft in Tel Aviv an. Dies komme einer Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels gleich, sagte er.

Der endgültige Status Jerusalems ist einer der grössten Streitpunkte im Nahost-Konflikt: Juan Orlando Hernández bei einem Besuch in Israel. Foto: Keystone

Der endgültige Status Jerusalems ist einer der grössten Streitpunkte im Nahost-Konflikt: Juan Orlando Hernández bei einem Besuch in Israel. Foto: Keystone

Nach den USA will auch Honduras Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Präsident Juan Orlando Hernández werde am Freitag bei einem Besuch in Israel ein «diplomatisches Büro» in Jerusalem eröffnen, teilte die Regierung in Tegucigalpa am Dienstag mit. «Das ist für mich die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel», erklärte Hernández.

Seinen Angaben zufolge handelt es sich bei dem Büro offiziell um eine «Erweiterung» der honduranischen Botschaft in Tel Aviv. Israel ist aber für ein vollständigen Umzug der Botschaft nach Jerusalem, wie das honduranische Aussenministerium einräumte. Dieser Vorschlag werde derzeit noch «im internationalen und nationalen Kontext» geprüft.

USA und Guatemala verlegten Botschaft

Der endgültige Status Jerusalems ist einer der grössten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Sowohl Israel als auch die Palästinenser beanspruchen Jerusalem als Hauptstadt für sich - Israel die gesamte Stadt, die Palästinenser den Ostteil Jerusalems.

Wegen des ungeklärten Status der Stadt war es lange Zeit diplomatischer Konsens, dass ausländische Staaten ihre Botschaften nicht in Jerusalem ansiedeln. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember 2017 als Hauptstadt Israels anerkannt und im Mai 2018 die US-Botschaft dorthin verlegt. Kurz darauf verlegte auch Guatemala seine Botschaft. International wurde der Botschaftsumzug scharf kritisiert.

step/AFP

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