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Auf der Flucht in die USA: Entführt, vergewaltigt, verdingt

38 Mütter und 12 Väter. Und eine grosse Frage: Wie finden wir im Narco-Staat Mexiko unsere verschwundenen Kinder?

Nur etwas mehr als die Hälfte der Flüchtenden schafft es bis zur Grenze: Die Eltern der verschwundenen Kinder verlangen Gerechtigkeit. Foto: Facebook / Cofamipro
Nur etwas mehr als die Hälfte der Flüchtenden schafft es bis zur Grenze: Die Eltern der verschwundenen Kinder verlangen Gerechtigkeit. Foto: Facebook / Cofamipro

Pilar Escobar erinnert sich gut an den Tag, an dem ihre Tochter Olga verschwand. Es war ein nebliger Morgen im Oktober, der Kühlschrank war leer, und im Schlafzimmer brüllte einer von Olgas zweijährigen Zwillingen, die noch die Brust bekamen.

Olga (28) sagte, sie gehe wie üblich zur Arbeit, in die maquila, eine dieser Grossfabriken, in denen Honduraner Elektrogeräte für US-Unternehmen produzieren – zu einem Stundenlohn von 65 Cent. Genug, um nicht zu verhungern, aber zu wenig für ein Leben mit fünf Kindern und Mutter.

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