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Bei den Republikanern rumorts – John McCains Stil eckt an

Kritiker aus den Reihen der Republikaner äussern offen Zweifel an der Wahlkampfstrategie ihres Kandidaten. Noch bleiben 10 Tage Zeit um es besser zu machen.

«Ich hätte die Dinge in den vergangenen Wochen anders gemacht», sagte der republikanische Kongressabgeordnete Paul Ryan aus Wisconsin in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. McCain hätte die Pläne zur Wirtschafts- und Gesundheitspolitik energischer verteidigen müssen. Ryan beklagte in dem Interview, dass es Obama gelungen sei, die Pläne seines Rivalen falsch darzustellen.

In die Kritik stimmte auch der frühere Gouverneur von Pennsylvania, Tom Ridge, ein. Der Wahlkampf wäre anders verlaufen, wenn McCain ihn zum Kandidaten für das Vizepräsidentenamt ernannt hätte und nicht die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, sagte Ridge der Zeitung «Pittsburgh Tribune-Review». Ridge galt als einer der Anwärter auf die Vizepräsidentschaftskandidatur.

Umfrage sieht Obama landesweit bei 53 Prozent

Obama führt in einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Nachrichtenmagazins «Newsweek» unter registrierten Wählern landesweit mit 53 zu 40 Prozent vor McCain. Entscheidend für die Wahl sind allerdings die Ergebnisse der jeweiligen Einzelstaaten. Aber auch die Umfragen in den einzelnen Staaten zeigen Obama weiter in der Nähe der 270 Wahlmännerstimmen, die den Sieg am 4. November bedeuten würden.

Um in den letzten Tagen vor der Wahl noch aufzuholen, setzt das McCain-Lager auf Fernsehspots und persönliche Auftritte, bei denen der Republikaner die Steuerpolitik und Obamas aussenpolitische Kompetenz anzweifeln will.

Kämpfen um Stimmen in New Mexico

Der 72-jährige McCain hat schon länger versucht, die Unerfahrenheit des 47-Jährigen in der Aussenpolitik zu nutzen. Wegen der Finanzkrise war aber die Wirtschaft in den vergangenen Wochen das entscheidende Thema.

Der Wahlkampf der beiden Kontrahenten Obama und McCain ging am Samstag in New Mexico weiter, wo beide unabhängig voneinander um Stimmen werben wollen. Wer den Staat gewinnt, ist noch nicht ausgemacht, auch wenn Obama in Umfragen führt.

Palin von Ermittler befragt

Palin stellte sich unterdessen am Freitagabend in einem Hotel in St. Louis den Fragen eines unabhängigen Ermittlers, der einen Machtmissbrauch der Gouverneurin in ihrem Heimatstaat Alaska untersuchen soll. Es war das erste Mal, dass Palin unter Eid aussagte. Geprüft werden soll, ob sie bei der Entlassung eines Beamten gegen Ethikgesetze verstiess.

Ein Parlamentsausschuss in Alaska beschuldigt Palin des Amtsmissbrauchs. Ein Untersuchungsbericht kam zu dem Schluss, dass die von ihr verfügte Entlassung des Beauftragten für die öffentliche Sicherheit zwar legal gewesen sei. Palin und ihr Mann hätten aber aus persönlichen Motiven unzulässig Druck auf diesen und andere Beamte ausgeübt.

AP/cpm

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