Zum Hauptinhalt springen

Bericht: Staatsanwalt gibt den Fall DSK auf

Drei Monate nach der Festnahme von Dominique Strauss-Kahn soll das Verfahren gegen den früheren IWF-Chef eingestellt werden. Staatsanwalt Cyrus Vance will das Gericht bitten, die Anklage fallen zu lassen.

Kann wieder lachen: Strauss-Kahn als freier Mann auf den Strassen New Yorks. (25. August 2011)
Kann wieder lachen: Strauss-Kahn als freier Mann auf den Strassen New Yorks. (25. August 2011)
Reuters
Feierte seine Entlassung aus dem Hausarrest: Dominique Strauss-Kahn verlässt das Restaurant Scalinatella in Manhatten. (1. Juli 2011)
Feierte seine Entlassung aus dem Hausarrest: Dominique Strauss-Kahn verlässt das Restaurant Scalinatella in Manhatten. (1. Juli 2011)
Reuters
Wie im Film: Die Crime Scene Unit ermittelt im Hotel. (15. Mai 2011)
Wie im Film: Die Crime Scene Unit ermittelt im Hotel. (15. Mai 2011)
1 / 23

Sollte das Gericht dem Willen der Staatsanwaltschaft folgen, geht in New York eines der spektakulärste Gerichtsverfahren der letzten Jahrzehnte zu Ende. Und dies nur einen Tag vor Dominique Strauss-Kahns nächstem Gerichtstermin.

Wie die «New York Times» berichtet, muss die Anklägerin Nafissatou Diallo noch heute (21 Uhr Schweizer Zeit) bei der Staatsanwaltschaft in New York erscheinen. Wie eine Gewährsperson gegenüber der Zeitung sagte, wird die Staatsanwaltschaft das Zimmermädchen darüber informieren, dass die Klage fallen gelassen wird. Der Staatsanwalt Cyrus Vance soll sich dazu entschieden haben, das Gericht zu bitten, das Verfahren einzustellen.

Lügen auf den Tisch legen

Gründe für den Richtungswechsel im Fall des Zimmermädchens aus Guinea gegen den mächtigen Unternehmer gibt es viele. Die Glaubwürdigkeit von Nafissatou Diallo hatte zu leiden begonnen, als immer mehr ihrer Lügen ans Licht kamen. «Während Wochen mussten wir jedes Detail ihrer Lügen aus ihr herausquetschen», sagte ein offizieller Gerichtssprecher gegenüber der «New York Times».

Es wäre glaubwürdiger gewesen, sie hätte alle Lügen auf einmal auf den Tisch gelegt. Für ihn ist es beinahe undenkbar, dass die Jury der Anklägerin noch Glauben schenken kann. «Wir können den Jurymitgliedern nicht sagen, dass Frau Diallo uns zwar immer anlügt, sie ihr aber glauben sollen», so der Gerichtsmitarbeiter weiter.

Diskussionen anregen

Laut der «New York Times» könnte Cyrus Vances Entscheidung die durch den Fall entstandenen Diskussionen um Schwarz gegen Weiss und Arm gegen Reich in den USA wieder anregen. Verschiedene Farbigenorganisationen oder Frauenvereinigungen hatten die Staatsanwaltschaft im Vorfeld darauf gedrängt, die Jury selbst entscheiden zu lassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch