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«Die Leute haben keine Ahnung von dem Gemetzel»

Jährlich 40'000 Tote durch Schusswaffen: Eine US-Ärztin erzählt über die Arbeit in der Notaufnahme und was Kugeln anrichten können.

Hubert Wetzel, Washington
Die Folgen des blutigen Irrsinns: Aufräumarbeiten in der Notaufnahme eines US-Spitals. Foto: Jonathan Torgovnik (Getty Images)
Die Folgen des blutigen Irrsinns: Aufräumarbeiten in der Notaufnahme eines US-Spitals. Foto: Jonathan Torgovnik (Getty Images)

Manchmal sind die Kleider von Raquel Forsythe so voller Blut, dass sie sich umziehen muss, bevor sie raus zu den Angehörigen geht. Die sitzen im Wartezimmer der Notaufnahme, starr und voller Angst, und Forsythe will nicht in einem rot verschmierten Chirurgenkittel vor ihnen stehen, wenn sie ihnen mitteilt, dass ihre Tochter nie wieder laufen kann, weil eine Kugel ihr das Rückgrat zertrümmert hat; oder dass ihr Sohn tot ist, weil seine Aorta von einem Stück Blei zerfetzt wurde. Also zieht Forsythe die blutgetränkten Sachen aus und saubere, frisch gebügelte an, um die schlechten Nachrichten zu überbringen.

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