Zum Hauptinhalt springen

Cain stellt sich hinter Gingrich

Nach seinem Ausstieg aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Herman Cain einen neuen Favoriten. Laut einem Bericht will er Newt Gingrich unterstützen.

Stärkt Newt Gringrich den Rücken: Der ehemalige Anwärter der US-Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur, Herman Cain.
Stärkt Newt Gringrich den Rücken: Der ehemalige Anwärter der US-Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur, Herman Cain.
Keystone

Herman Cain werde seine Unterstützung für den früheren Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich bei einer Pressekonferenz heute um 14.00 Uhr (Ortszeit, 20.00 Uhr MEZ) in New York bekanntgeben, berichtete der TV-Sender Fox 5 aus Cains Heimatstadt Atlanta.

Der frühere Chef einer Pizza-Kette hatte im Oktober selbst noch Spitzenwerte in den Umfragen zur republikanischen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November 2012 erzielt. Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und einer angeblichen ausserehelichen Affäre hatte Cain am Samstag aber das Handtuch geworfen.

Zu Cains Abstieg hatten auch mehrere Patzer beigetragen, die er sich in den vergangenen Wochen in Interviews geleistet hatte. Auf die Frage eines Reporters zum Libyen-Konflikt offenbarte Cain erhebliche Wissenslücken und verortete unter anderem die afghanischen Taliban in dem nordafrikanischen Land.

An Spitze abgelöst

Cain war insbesondere bei Anhängern der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung beliebt, die nun in das Lager von Gingrich wechseln könnten. Gingrich hat den bisherigen Favoriten Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts und erfolgloser Bewerber um die republikanische Kandidatur 2008, an der Spitze der Umfragen abgelöst.

Der Internetseite realclearpolitics.com zufolge lag Gingrich bei den Erhebungen der vergangenen Wochen mit 26,6 Prozent im Schnitt deutlich vor Romney, der demnach auf 20,4 Prozent kam. Cain belegte in dieser Zusammenstellung landesweiter Umfragedaten mit 14 Prozent den dritten Platz.

Auch im Bundesstaat Iowa, in dem am 3. Januar der Vorwahl-Marathon beginnt, hat Gingrich jüngsten Erhebungen zufolge eine gute Ausgangsposition. In einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage der Zeitung «Des Moines Register» führte er mit 25 Prozent das Feld an, Romney erreichte hier nur den dritten Platz. Gingrichs Wahlkampagne stand im Sommer noch vor dem Aus, als ein Grossteil seiner Mitarbeiter zurücktrat und die Spendengelder zu versiegen drohten. Mit starken Auftritten bei den TV-Debatten im Herbst kämpfte er sich aber zurück.

AFP/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch