Chinesische Hacker klauen Waffenpläne des US-Militärs

Einer Zeitung zufolge haben die Hacker im Auftrag Pekings unter anderem Pläne für eine Überschall-Rakete gestohlen.

Im Dezember 2016 legten drei Schiffe der chinesischen Marine in San Diego an: Chinesische Marineoffiziere gehen an Bord eines Schiffes.

Im Dezember 2016 legten drei Schiffe der chinesischen Marine in San Diego an: Chinesische Marineoffiziere gehen an Bord eines Schiffes.

(Bild: Keystone Gregory Bull)

Hacker im Auftrag der chinesischen Regierung haben einem Bericht der «Washington Post» zufolge in grossem Umfang sensible Daten eines Lieferanten der US-Kriegsmarine gestohlen. Bei den Cyberangriffen im Januar und Februar seien unter anderem geheime Pläne für die Entwicklung eines neuen Typs von Antischiffsraketen für U-Boote entwendet worden, berichtete die «Washington Post» am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Demnach wurden die Cyberangriffe von einer Abteilung des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit in der Provinz Guangdong durchgeführt worden. Gestohlen wurden dem Bericht zufolge Daten im Umfang von 614 Gigabyte über Sensoren, Verschlüsselungstechniken und ein bislang kaum bekanntes Programm namens «Sea Dragon». Nach Angaben des Pentagons geht es bei dem Programm darum, bereits bestehende militärische Technologien für neue Anwendungsfelder anzupassen.

Die chinesische Botschaft in den USA dementierte, dass China hinter dem Angriff steckt. Man wisse nichts über den Fall. Die Regierung in Peking sei strikt gegen Cyberangriffe und bekämpfe diese.

Nicht der erste Angriff

Der nicht namentlich genannte Lieferant, der mutmasslich Ziel der Hackerattacken wurde, arbeitet dem Bericht zufolge für das Zentrum für Unterwasser-Seekriegsführung in der Stadt Newport. Ein Sprecher der US-Kriegsmarine bestätigte den Bericht zunächst nicht.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder mutmassliche chinesische Cyberangriffe auf die US-Armee gegeben. Nach Angaben des Pentagons waren dabei unter anderem Daten zu Kampfflugzeugen und Raketensystemen abhanden gekommen.

nag/AFP

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