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«Damit wird Amerika fundamental lahmgelegt»

Ausbuhen von Homosexuellen, Jubel über einen sterbenden Krebskranken: Obama geht in die Offensive und kritisiert den Politikstil der Republikaner scharf. Auch mit Rick Perry geht er hart ins Gericht.

Auf Wahlkampftournee in Kalifornien: Barack Obama.
Auf Wahlkampftournee in Kalifornien: Barack Obama.
Keystone

US-Präsident Barack Obamas Wahlkampflokomotive nimmt immer mehr Fahrt auf: Bei einer Reise durch das liberale Kalifornien sprach er seinen republikanischen Gegenspielern die Politikfähigkeit ab und prangerte auch konkrete Beispiele an, bei denen vor allem die ultrakonservativen Tea-Party-Anhänger nach seinen Worten den politischen Anstand verletzt haben.

In Seattle, Atherton und Woodside sagte er über das Wirtschaftskonzept der Republikaner, damit würde «Amerika fundamental lahmgelegt». Die Republikaner wollen die gigantische Staatsverschuldung abbauen, ohne Steuern zu erhöhen. «Vom Augenblick meines Amtsantritts an haben wir einen ständiges ideologisches Anspielen gegen jede Art vernünftige Reform gesehen, die unsere Wirtschaft besser funktionieren und den Menschen mehr Chancen geben würden», sagte er bei einem weiteren Stopp in Medina im Staat Washington. Drei Tage reiste Obama bis heute durch den Westen, um für sein Konjunkturprogramm zu werben.

Frontalattacke gegen Rick Perry

In Woodside ging Obama den texanischen Gouverneur Rick Perry hart an, einen der republikanischen Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur. Perry sei «ein Gouverneur, dessen Staat brennt und der den Klimawandel leugnet». Zu Debatten der republikanischen Präsidentschaftsbewerber verwies Obama auf Publikumsreaktionen, die ihm missfallen hätten: So sei gejubelt worden, als über einen Krebskranken gesprochen worden sei, der sterben müsse, weil er keine Krankenversicherung habe. Und es sei ein homosexuelles Mitglied der Streitkräfte ausgebuht worden. «Das spiegelt nicht wider, wer wir sind», sagte der Präsident.

dapd/mrs

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