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Daniel Ortega zementiert seine Macht in Nicaragua

Einst linker Guerillero, heute machthungriger Autokrat – Nicaraguas Langzeitpräsident Daniel Ortega hat sich eine dritte Amtszeit gesichert.

Der Präsident gibt sich volksnah: Jubel bei Ortegas Anhängern in Nicaraguas Hauptstadt Managua nach der Wahl. (6. November 2016)
Der Präsident gibt sich volksnah: Jubel bei Ortegas Anhängern in Nicaraguas Hauptstadt Managua nach der Wahl. (6. November 2016)
Rodrigo Arangua, AFP
Seine Gegner werfen Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo vor, eine Familiendiktatur errichtet zu haben: Die Präsidentengattin ist gleichzeitig auch Vizepräsidentschaftskandidatin. (6. November 2016)
Seine Gegner werfen Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo vor, eine Familiendiktatur errichtet zu haben: Die Präsidentengattin ist gleichzeitig auch Vizepräsidentschaftskandidatin. (6. November 2016)
Esteban Felix, Keystone
Besonders gern hält die herrschende Partei unter Ortega die Erinnerung an längst vergangene Zeiten wach: Fidel Castro und Daniel Ortega – Auf Wandbildern in Managua ist die revolutionäre Vergangenheit noch lebendig.
Besonders gern hält die herrschende Partei unter Ortega die Erinnerung an längst vergangene Zeiten wach: Fidel Castro und Daniel Ortega – Auf Wandbildern in Managua ist die revolutionäre Vergangenheit noch lebendig.
Esteban Felix, Keystone
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Daniel Ortega war einmal linker Vorkämpfer. Inzwischen aber herrscht Nicaraguas Präsident autokratisch. Bei der Präsidentenwahl hat sich seine Regierungspartei jetzt nach offiziellen Angaben eine Zwei-Drittel-Mehrheit gesichert.

Ortegas Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) habe bei der Abstimmung am Sonntag Teilergebnissen zufolge rund 71 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission nach Auszählung von einem Fünftel der Stimmen mit. Das endgültige Ergebnis soll am Montagvormittag (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) bekanntgegeben werden.

Undurchsichtiger Familienklüngel

Die Wiederwahl des linksgerichteten Ortega galt als gesichert, Meinungsumfragen hatten ihm auch schon die Zwei-Drittel-Mehrheit vorausgesagt. Der 70-jährige Ortega regierte das kleine zentralamerikanische Land bereits von 1985 bis 1990. 2006 und 2011 gewann der ehemalige Guerillaführer die Wahlen erneut. Dieses Mal kandidierte seine Frau Rosario Murillo für den Posten als Vize-Präsidentin.

Der Urnengang, bei dem der Präsident und das Parlament neu gewählt wurden, war von einem Boykottaufruf der Opposition überschattet worden. Ortega hatte es durch zweifelhafte Winkelzüge geschafft, die wichtigste Oppositionspartei kleinzuhalten. Sie rief die rund 3,8 Millionen Wahlberechtigten daher auf, die Wahl zu boykottieren. Die fünf Kandidaten kleinerer Oppositionsparteien hatten in den Umfragen zusammen bei lediglich zehn Prozent gelegen.

(SDA)

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