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Trump wirft Demokraten Tod von Kindern vor

Der US-Präsident macht seine Gegner für den Tod von zwei jungen Migranten verantwortlich. Für die Demokraten «ein neuer Tiefpunkt».

Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben.
Innerhalb eines Monats ist ein zweites Kind aus Guatemala nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben.
Luis Echeverria, Reuters
Der Sarg mit den sterblichen Überresten der siebenjährigen Jakelin Caal wird am Flughafen von Guatemala-Stadt in ein Leichenauto getragen.
Der Sarg mit den sterblichen Überresten der siebenjährigen Jakelin Caal wird am Flughafen von Guatemala-Stadt in ein Leichenauto getragen.
Moises Castillo, Keystone
Der US-Grenzschutz sei von der grossen Zahl der ankommenden Migranten «überfordert». Der US-Kongress müsse der Behörde mehr Geld für die Gesundheitsversorgung bereitstellen.
Der US-Grenzschutz sei von der grossen Zahl der ankommenden Migranten «überfordert». Der US-Kongress müsse der Behörde mehr Geld für die Gesundheitsversorgung bereitstellen.
Christian Torres, Keystone
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Nach dem Tod zweier Einwandererkinder im Gewahrsam der US-Grenzschutzbehörden hat US-Präsident Donald Trump die Demokraten für die Tragödien verantwortlich gemacht. Jegliche Todesfälle «von Kindern oder anderen an der Grenze sind ganz klar der Fehler der Demokraten und ihrer armseligen Einwanderungspolitik», schrieb Trump am Samstag auf Twitter.

Die Demokraten ermöglichten es Migranten mit dieser Politik, den «langen Marsch» in Richtung USA anzutreten in dem Glauben, sie könnten illegal einreisen. «Das können sie aber nicht. Hätten wir eine Mauer, würden sie es nicht einmal versuchen!» schrieb der US-Präsident weiter.

In den vergangenen Wochen waren zwei Migrantenkinder aus Guatemala im US-Gewahrsam gestorben, zuletzt ein Achtjähriger in der Nacht zum ersten Weihnachtstag.

Umgehende Reaktion

Der demokratische Abgeordnete Dwight Evans wies Trumps Vorwurf zurück. Mit seinen «lächerlichen Tweets» erreiche der Präsident einen «neuen Tiefpunkt», schrieb Evans. Es sei die Regierung des US-Präsidenten selbst, die «die Ursache für Schmerz und Leid ist, die an der Grenze stattfinden. Nichts, was er sagt, wird diese Tatsache ändern.» Andere Kommentatoren bezeichneten Trumps Äusserung als verstörend und wiesen darauf hin, dass die US-Einwanderungspolitik zuvor jahrelang in Kraft war, ohne dass Kinder in US-Gewahrsam starben.

Der verschärfte Kampf gegen illegale Einwanderung aus Lateinamerika ist einer der Schwerpunkte von Trumps Politik. Im Streit um den US-Haushalt lehnen die oppositionellen Demokraten Trumps Milliarden-Forderung für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko strikt ab, was bereits zu einer Haushaltssperre und zum Stillstand in zahlreichen Bundesbehörden geführt hat. Der US-Präsident hatte den Bau der Mauer im Wahlkampf angekündigt und erklärt, er wolle auf diese Weise illegale Einwanderung und Kriminalität bekämpfen.

SDA/roy

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